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USA lockert Exportkontrollen

01.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) –Dem erbitterten Kampf der amerikanischen High-Tech-Industrie um eine Lockerung der Exportkontrollen für Computer scheint Präsident Clinton nun nachzugeben. Nach augenblicklich geltendem Recht dürfen Computer, die mehr als zwei Milliarden Befehle pro Sekunde ausführen können, in einige Länder nicht ausgeführt werden.

Dazu gehören "politisch kritische" Länder wie unter anderem China, Rußland, Indien und Pakistan, da die Regierung hier einen Einsatz zu militärischen Zwecken befürchtet. Allerdings sind die im Januar 1996 aufgestellten Geschwindigkeits-Richtwerte längst überholt. Die bisherige Befehlszahl soll daher nun auf 6,3 Milliarden angehoben werden, sofern die Rechner an militärnahe Institutionen geliefert werden. Für kommerzielle Computer soll der Richtwert bei 12,3 Milliarden Befehle liegen (vorher: sieben Milliarden).