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USA: 800 Millionen Dollar für IT-Sicherheit

08.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das US-Repräsentantenhaus hat 800 Millionen Dollar für IT-Sicherheitsprojekte bewilligt. Das Geld soll über die nächsten fünf Jahre für Forschungseinrichtungen und Fortbildungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Nach Ansicht der Repräsentanten hängt die nationale Sicherheit der USA entscheidend von der Sicherheit der Computernetzwerke ab. Eine Cyberattacke könnte die Strom-, Wasser- und Entsorgungssysteme lahmlegen, so der New Yorker Vertreter Sherwood Boehlert. Auch Fließbandproduktionen, Kommunikationswege und Finanzinstitute seien gefährdet.

Nach den Terrorattentaten am 11. September 2001 wurden in fast allen Computersystemen von US-Behörden Sicherheitslücken gefunden. Und der Auslandsgeheimdienst CIA warnt, dass zumindest China und Russland "Cybersoldaten" hätten, die auf Kriegsführung im Internet durch Hackerangriffe spezialisiert seien. Die Bush-Administration denkt deshalb laut über verschiedene Sicherheitskonzepte nach. Unter anderem ist geplant, paralell zum Internet ein abgeschottetes Netzwerk für Behörden zu schaffen, in das Hacker nicht eindringen können sollen. (lex)