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US-Senat droht mit Einmischung in Web-Musik-Streit

12.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Senat will sich in den laufenden Streit um Online-Musik einmischen, sollte es den Plattenfirmen und der Web-Entertainment-Industrie nicht gelingen, ihre Kontroversen beizulegen. Dies verkündete Orrin Hatch, Vorsitzender des Rechtsausschusses des US-Senats, gestern bei einer Anhörung. Unternehmen wie Napster und MP3.com müssten "faire und vernünftige" Lizenzabkommen mit den Interpreten schließen, deren Musik sie auf ihren Websites zur Verfügung stellen. Hier können Anwender ihre Musik im Web mit anderen tauschen, was die Plattenindustrie auf den Plan rief. Napster und MP3.com wurden wegen entgangener Lizenzgebühren und Copyright-Verletzungen mit Klagen überzogen. Senator Hatch plädiert nun für einen Kompromiss in der laufenden Debatte, wonach private Anwender nach wie vor in der Lage sein sollen, Musik

im Internet zu erhalten, Musiker und Plattenfirmen jedoch auch für ihre Arbeit bezahlt werden. Er stellte allerdings die Frage, wo die Grenze zwischen dem Musiktausch unter Freunden und Urheberrechtsverletzung gezogen werden soll.