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US-Richter will Verkaufserlöse von Qwest nicht sperren

08.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bundesrichter Robert Blackburn aus Denver hat in einer Aktionärsklage gegen Qwest Communications in Denver einen Antrag abgelehnt, die Erlöse des Unternehmens aus dem Verkauf seines Telefonbuch-Geschäfts einzufrieren. Der Anwalt William Lerach hatte in der vergangenen Woche im Auftrag von Kleinanlegern gefordert, die rund sieben Milliarden Dollar aus dem Verkauf sollten blockiert und an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Diese hätten schließlich bei ihren Investitionen in Qwest im Laufe der vergangenen zwei Jahre rund 90 Prozent Verlust gemacht. Der Richter befand indes, ohne das Geld sei es wahrscheinlich, dass die gegenwärtige Finanzstruktur des Carriers zusammenbrechen und das Unternehmen in den Gläubigerschutz treiben werde. Qwest will die Einnahmen aus dem Verkauf seiner Yellow-Pages-Sparte zum Abbau seines Schuldenbergs von rund 26 Milliarden Dollar verwenden. (tc)