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Urheberrechtsabgabe auf CD-Brenner scheint besiegelt

08.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Streit um die Urheberrechtsabgabe auf Computer und Zubehör zeichnet sich zwischen der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) und dem IT-Branchenverband Bitkom eine Einigung ab. Die durch die ZPÜ vertretenen Rechteverwertungsgesellschaften Gema und VG-Wort fordern, dass auf Computerzubehör wie CD-Brenner und Drucker eine pauschale Abgabe erhoben werden soll. Wie ZPÜ-Vorstand Reinhold Kreiler gegenüber dem "Handelsblatt" erklärte, könnte mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) noch in diesem Monat eine Einigung erzielt werden. Eine Bitkom-Sprecherin bestätigte, dass ein Betrag "von zwölf Mark für Brenner auf dem Tisch liegt". Sie wollte jedoch unter Rücksichtnahme auf die noch laufenden Gespräche keine weiteren Details nennen. Die neuen

Vereinbarungen werden nur vorübergehenden Charakter haben. "Unser Standpunkt ist, dass wir weg von einer Pauschalabgabe, hin zu einer individuellen Vergütung der einzelnen Kopiervorgänge kommen wollen", so die Sprecherin. Nach Ansicht der Verwertungsgesellschaften sind derzeit die technischen Möglichkeiten hierfür noch nicht ausreichend. Daher wird in drei Jahren erneut über das Thema verhandelt.