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Unilever lagert aus

13.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Konsumgüterhersteller Unilever plant die weltweite Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Zeitungsmeldungen, demnach sollen Verwaltungsaufgaben sowie die IT-Aktivitäten nach Osteuropa und Indien übergeben werden. Gespräche führt der niederländisch-britische Konzern mit Accenture und IBM. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge sind in Deutschland etwa 350 Mitarbeiter von den Plänen betroffen. Angeblich stehen bis zu 2500 Stellen weltweit auf der Kippe, sagten Branchenexperten der Zeitung.

Der Konzern reagiert damit auf den Gewinneinbruch im vergangenen Jahr und der darauf folgenden Kritik der Anleger. Der seit Februar amtierende Konzern-Chef Patrick Cescau hat in den vergangenen Monaten bereits die Führungsriegen ausgedünnt und krempelt nun die Konzernstruktur um.

Angeblich könnte das Outsourcing der IT-Abteilung bereits Anfang 2006 starten, die Auslagerung der Verwaltungsfunktionen ist für Mitte 2006 bis 2007 angestrebt. IBM und Accenture verschaffen sich derzeit im Rahmen der Due Diligence eine Übersicht über die anstehenden Aufgaben. (jha)