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Ungeborene zum "Anfassen": IT macht's möglich

17.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Werdende Eltern können mit Hilfe eines neuen Computersystems nun ihr ungeborenes Baby "anfassen". Die US-Firma Novint hat eine Technologie ("E-Touch") entwickelt, die Ultraschallbilder des Fötus' in eine taktile virtuelle Oberfläche verwandelt. Dabei wird aus mehreren, übereinandergelegten 2D-Ultraschallaufnahmen des Ungeborenen ein 3D-Ultraschallbild generiert. Ein Computer wiederum gibt die Informationen zu den Gesichts- und Körpermerkmalen des Fötus' an eine haptische Maus weiter. Fährt der Benutzer mit dem Gerät über das 3D-Bild, verformt sich dessen Oberfläche entsprechend der Vorlage und lässt die Eltern ihr Baby "erfühlen". Die Weichheit der Haut wird dabei ebenfalls simuliert.

Novint behauptet, dass E-Touch zudem in einem breiteren medizinischen Feld wie etwa der Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden kann, da es nicht nur Ultraschall- sondern auch Röntgenaufnahmen in 3D-Bilder umsetzen könne. Einige Experten sind jedoch skeptisch, ob E-Touch an die Genauigkeit der konventionellen Diagnosemethoden herankommt.

Novint wurde 1999 als Spin-off der Sandia Laboratories in Albuquerque, New Mexico, gegründet. (ka)

Mit dieser Meldung verabschiede ich mich vorläufig in den Mutterschutz und anschließenden Erziehungsurlaub. Aber ich komme wieder, keine Frage :) Ihre Karen Funk alias ka.