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Umsatz und Belegschaft von JDS Uniphase schrumpfen weiter

25.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Netzwerkausrüster JDS Uniphase konnte in seinem ersten Geschäftsquartal 2003 (Ende: 30. September) den Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr von 1,22 Milliarden auf 520,5 Millionen Dollar reduzieren. Das aktuelle Ergebnis belasteten Wertberichtigungen in Höhe von 224 Millionen Dollar. Auf Pro-forma-Basis wies das Unternehmen ein Minus von 98 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie aus und entsprach damit laut First Call/Thomson der Durchschnittsprognose der Analysten. Im Vorjahresquartal hatte JDS einen Pro-forma-Verlust von 260 Millionen Dollar oder 20 Cent je Anteil verbucht.

Der Umsatz des Glasfaserspezialisten sank im Jahresvergleich um 41 Prozent von 328,6 Millionen auf 193 Millionen Dollar. Das im kanadischen Ottawa und in San José, Kalifornien, ansässige Unternehmen verschlechterte sich damit auch gegenüber den 221,7 Millionen Dollar hohen Einnahmen im vorangegangen vierten Quartal 2002 (Computerwoche online berichtete). Aufgrund der anhaltenden Schwäche der Telekombranche rechnet der Konzern für das laufende zweite Quartal mit einem weiteren Umsatzrückgang auf 150 bis 160 Millionen Dollar. Der Pro-forma-Verlust soll fünf bis sieben Cent pro Aktie betragen.

Mit der Bekanntgabe der Ergebnisse kündigte JDS weitere Stellenstreichungen und die Schließung von zusätzlichen Fertigungsstätten an. Der Konzern nannte keine Details, erklärte jedoch, mit Hilfe der Maßnahmen werde man 130 Millionen Dollar jährlich einsparen. Seit Beginn des "Global Realignment Program" vor anderthalb Jahren hat die Company über 20 Fabriken dicht gemacht und die Zahl der Belegschaft von 29.000 Anfang 2001 auf inzwischen 8000 Mitarbeiter reduziert. Die Betriebskosten wurden dabei um 1,1 Milliarden Dollar jährlich gesenkt. (mb)