Neuer Markenname ist Dynabook

Toshiba-Notebooks sind Geschichte

02.04.2019
Von 
Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Nach dem Verkauf der Toshiba-Notebook-Sparte an die Sharp-Gruppe verschwindet nun der Toshiba-Brand für Notebooks. Die Geräte heißen künftig „Dynabook“.

Eine langjährige Notebook-Tradition geht zu Ende: 1985 brachte Toshiba den mobilen PC T1100 auf den Markt. 1989 wurde mit dem Dynabook J-3100 SS001 auch der Begriff "Notebook" verwendet. Über Jahrzehnte war der japanische Konzern an der Entwicklung der mobilen Geräte wesentlich beteiligt.

Toshiba-Notebooks werden künftig unter dem Markennamen „Dynabook“ vertrieben.
Toshiba-Notebooks werden künftig unter dem Markennamen „Dynabook“ vertrieben.
Foto: Screenshot www.toshiba.eu

Nun ist Schluss mit der einstigen Top-Marke des Notebook-Geschäfts. Nachdem der ins Straucheln geratene Konzern vergangenes Jahr die Notebook-Sparte an die Foxconn-Tochter Sharp verkauft hat, wird nun der Name Toshiba von den Produkten verschwinden. Seit Jahresbeginn heißt die ehemalige Toshiba Client Solutions Europe GmbH (TCSE) bereits Dynabook Europe GmbH. Künftig werden die Notebooks aus Foxconn-Produktion "Dynabook" heißen, angelehnt an das erste Dynabook von 1989.

Damian Jaume führt Europageschäft

Für Damian Jaume, Präsident bei Dynabook Europe, soll dies ein "Qualitäts- und Sicherheitsversprechen" und die Basis für vertrauensvolle und langfristige Partnerschaften sein: "Dynabook steht für unsere umfangreiche, 33-jährige Computing-Expertise und verkörpert gleichzeitig unsere neue Investitionskraft", erklärt er.

Lesetipp: Warum heißt Toshiba eigentlich Toshiba?

Im Oktober 2018 erwarb die Sharp Corporation 80,1 Prozent der Toshiba Client Solutions und setzte Yoshihisa Ishida, Executive Vice Präsident von Sharp, als stellvertretenden Direktor und Vorsitzenden des Unternehmens ein. Damian Jaume, Präsident der Dynabook Europe GmbH, führt die Geschäfte in EMEA weiter. Die Produkt-Roadmap soll eine breite Palette an Mobile-Computing- und mobilen Edge-Computing-Lösungen bereitstellen.

Bisher existiert aber noch keine deutschsprachige Internet-Präsenz. Unter http://www.toshiba.eu/generic/business-homepage/ wird auf die Namensänderung hingewiesen. Auf der Seite www.dynabook.com sind lediglich japanische Inhalte zu finden. Wie es hierzulande mit dem Vertrieb der ehemaligen Toshiba-Notebooks weitergehen wird, will Jörg Schmidt, bisher Head of B2B PC DACH, Digital Products & Services Company Central Europe bei Toshiba, kommende Woche im Gespräch mit ChannelPartner darlegen. Wir werden zeitnah berichten.