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Texanische Forscher erzielen nanotechnischen Durchbruch

03.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wissenschaftler an der University of Texas haben interessante Grundlagenforschung betrieben: Ihnen gelang es mithilfe (nichtinfektiöser) Viren, ein Hybridmaterial zu züchten, das die Grundlage künftiger Halbleiter sowie andere elektronischer, magnetischer und optischer Geräte bilden könnte. Ihre Arbeit, beschrieben in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Science" (hier ist der Artikel im Pay-per-View-Verfahren erhältlich), beinhaltet unter anderem das Ankoppeln natürlich vorkommender Moleküle an kleinste Partikel künstlich hergestellter Werkstoffe, die dann anschließend gemeinsam völlig neue Strukturen aufbauen.

Angela Belcher, die das texanische Forscherteam anführt, erklärte, man habe sich bei den Experimenten an den Prozessen orientiert, die die Natur zur Bildung von Knochen oder Schalen nutzt. Dabei sei es unter anderem gelungen, genetisch veränderte Viren mit aus der Halbleiterfertigung bekannten so genannten Quantum Dots zu mehrere Zentimeter langen Flüssigkristallstrukturen zu verbinden. Im Herbst zieht Belcher mit ihrem Team laut "Wall Street Journal" um ins Bostoner MIT, um das Projekt dort zu vertiefen. (tc)