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Telekom-Tochter Voicestream macht weniger Verlust

15.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Mobilfunk-Carrier Voicestream hat sein Defizit im dritten Geschäftsquartal auf 732 Millionen Dollar reduziert. Im zweiten Quartal lag der Nettoverlust noch bei 876 Millionen Dollar. Die US-Tochter der Deutschen Telekom will auch im laufenden vierten Geschäftsquartal ihr Minus weiter verringern und im gesamten Geschäftsjahr 2001 einen bereinigten Verlust vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) von unter 400 Millionen Dollar erreichen. In den Ergebnissen sind die Zahlen der zugekauften US-Mobilfunkgesellschaft Powertel berücksichtigt.

Voicestreams Umsatz stieg von 971 Millionen Dollar im zweiten Geschäftsquartal auf über eine Milliarde Dollar im abgelaufenen Berichtszeitraum. Die Kundenzahl wuchs um 375.000. Bis Jahresende will der Carrier weitere 475.000 bis 575.000 neue Teilnehmer gewinnen, was die Gesamtkundenzahl auf 6,8 bis 6,9 Millionen steigern würde.

Zudem stellte Voicestream in den USA eine Reihe neuer Services vor, darunter "iStream". Hier handelt es sich um einen Hochgeschwindigkeits-Netzservice für E-Mail und Telefon, der bis zu dreimal so schnell wie die von den Konkurrenten AT&T Wireless und Verizon Wireless offerierten Services sein soll. Um iStream zu nutzen, müssen Voicestream-Kunden neue Telefone erwerben und monatlich mindestens drei Dollar berappen.

Anfang dieser Woche gab Voicestream ferner bekannt, den bankrotten Mobilfunkanbieter Mobilestar übernehmen zu wollen. Das Unternehmen offerierte einen drahtlosen Internet-Service, mit dem Anwender via Handheld oder Notebook in teilnehmenden Hotels, Flughäfen oder Cafés surfen konnten. Zu den prominentesten Kunden von Mobilestar gehörte die Coffee-Shop-Kette Starbucks. Über die Akquisition des zahlungsunfähigen Unternehmens durch Voicestream muss nun noch das zuständige Konkursgericht befinden. Die Entscheidung soll in spätestens zwei Monaten vorliegen. (ka)