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Telekom plant Frühverrentung von 20.000 Beamten

31.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - 20.000 beamtete Mitarbeiter will die Deutsche Telekom bis 2010 in den Vorruhestand schicken. Von 2007 an sollen Beschäftigte ab 55 Jahren ein entsprechendes Angebot erhalten. Die Kosten - ein Milliardenbetrag - will die Telekom übernehmen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe. Die Bonner versprechen sich demnach von dieser Maßnahme, die Personalkosten in der Festnetzsparte T-Com dauerhaft zu drücken, zumal dort der Wettbewerbsdruck immer größer werde.

Seit dem Börsengang vor zehn Jahren hat die Telekom jedes Jahr durchschnittlich 10 000 Arbeitsplätze abgebaut. Das Durchschnittsalter der beim Carrier Beschäftigten liegt laut FAZ inzwischen bei 44 Jahren. Kai-Uwe Ricke, Vorstandssprecher der Telekom, hatte der Tageszeitung gegenüber erst kürzlich angedeutet, dass der Stellenabbau im Konzern schneller vorankommen müsse. Spekulationen, wonach in den kommenden drei Jahren 45 000 Arbeitsplätze wegfallen könnten, widersprach der Konzern bislang nicht. Allerdings gilt noch bis Ende nächsten Jahres ein mit Verdi vereinbartes Beschäftigungsbündnis, das einen weiteren Personalabbau bis dahin grundsätzlich ausschließt.

Die Telekom beschäftigt in Deutschland rund 170 000 Mitarbeiter, davon mehr als 100 000 in der Festnetzsparte. Immerhin 43.000 davon sind beamtet. Im Konzern sind insgesamt noch 70 000 Beamte beschäftigt - einschließlich derer, die in der Auffanggesellschaft Vivento tätig sind. (hv)