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T-Online freut sich über 57 Millionen Euro EBITDA-Verlust

29.08.2001
Einen Tag nach der Konzernmutter Telekom hat heute auch T-Online seine Quartalsbilanz vorgelegt. Darin weist die Internet-Tochter des Bonner Carriers einen EBITDA-Verlust von 56,9 Millionen Euro und einen Nettofehlbetrag von 144,7 Millionen Euro aus.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wie üblich mit einem Tag Verpätung nach der Konzernmutter hat heute <a href="http://www.t-online.de" taget="_blank">T-Online</a>, die Internet-Tochter der Deutschen Telekom, ihre Zahlen für das zweite Quartal 2001 vorgelegt. Mit besonderem Stolz hob das Unternehmen hervor, es habe die "für den Neuen Markt so bedeutsame" EBITDA-Kennziffer (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Sonderbelastungen) verbessern können, und zwar gegenüber Q1/2001 um 14,4 Prozent auf 56,9 Millionen Euro (minus!).

Bemerkenswerter fällt allerdings der Vergleich zwischen dem ersten Halbjahr 2000 und 2001 aus - hier stieg der EBITDA-Fehlbetrag nämlich von 11,7 Millionen Euro auf 123,3 Millionen Euro. Den Nettofehlbetrag für das zweite Quartal erwähnt das Unternehmen in seiner Pressemitteilung erst gar nicht. Er findet sich in der vollständigen Bilanz und beträgt 144,7 Millionen Euro. Für die ersten sechs Monate beträgt das Minus unterm Strich 266 Millionen Euro nach 179 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Den Umsatz steigerte der Konzern - nicht zuletzt durch seine Zukäufe im Ausland - im ersten Haljahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um über 50 Prozent auf knapp 540 Millionen Euro. Deswegen hofft der Vorstand für Deutschland bis zum kommendeen Jahr für Deutschland auf ein ausgeglichenes EBITDA. Im Jahr 2003 soll für den Konzern europaweit der Break-Even geschafft sein (ebenfalls nach EBITDA). "Durch die positiven Effekte aus den Maßnahmen zur Kostenkontrolle im Inland und bei unseren ausländischen Tochtergesellschaften konnten wir die Markterwartungen deutlich übertreffen", bilanzierte T-Online-Chef Thomas Holtrop in Berlin.