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T-Mobile will Handys weniger subventionieren

16.09.2004

Wenn der Vorstoß von T-Mobile Schule macht, könnten Ein-Euro-Handys hierzulande bald der Vergangenheit angehören: Presseberichten zufolge will die Mobilfunktochter der Telekom die Subventionierung von Handys zurückfahren, selbst wenn sie damit auf potenzielle Kunden verzichten muss. Den Schritt begründete T-Mobile mit einer geänderten Situation im Mobilfunkmarkt: "Hohe Subventionen machen Sinn, wenn man die Marktpenetration nach oben bringen will", sagte ein Sprecher. Mittlerweile sei die Marktdurchdringung in Deutschland aber so hoch, dass sich das Unternehmen auf Kunden mit hohen Umsätzen konzentriere. Voraussetzung sei allerdings, dass eine geringere Subventionierung vom Kunden angenommen werde. Eine Möglichkeit wäre etwa, das eingesparte Geld in günstigere Tarife zu investieren.

Bereits früher hatte es Vorstöße einzelner Anbieter gegeben, die Kundenrabatte zu senken. Da die Unternehmen dabei Gefahr laufen, Marktanteile an die Konkurrenz zu verlieren, dürften die kleineren Netzbetreiber E-Plus und O2 eine Entscheidung von T-Mobile und Vodafone D2 abwarten. Die Telekom-Tochter ist mit 27,1 Millionen Mobilfunkkunden Marktführer in Deutschland vor Vodafone mit 25,5 Millionen Nutzern. Zusammen kontrollieren die beiden Branchengrößen knapp 80 Prozent des Marktes. (mb)