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T-Mobile: Inoffizieller UMTS-Start

16.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die dritte Mobilfunkgeneration UMTS ist ein kleines Stück mehr Realität geworden. Als erster der vier in Deutschland agierenden Netzbetreiber hat T-Mobile begonnen, die SIM-Karten seiner Teilnehmer für das eigene UMTS-Netz freizuschalten. Das Unternehmen betonte jedoch, dass es sich bei dieser Maßnahme nicht um den kommerziellen Marktstart von UMTS handle und es noch "Schlaglöcher" gebe.

Tatsächlich vermarktet T-Mobile derzeit noch keine UMTS-Endgeräte und stellt das neue Netz Kunden mehr oder weniger nur theoretisch zur Verfügung. Telefonate und Datenübertragung via UMTS sind momentan nur in einigen Regionen Deutschlands möglich und auch nur dann, wenn der Teilnehmer ein entsprechendes Handy im Ausland gekauft hat. Der Endgerätehersteller Nokia hat jedoch angekündigt, ab kommender Woche über seinen Online-Shop das UMTS-fähige Handy-Modell "7600" zu verkaufen. Bei einem Stückpreis von 609 Euro ist mit einer großen Nachfrage jedoch nicht zu rechnen, zumal Experten erst Ende des Jahres ein nennenswertes UMTS-Angebot aller Netzbetreiber erwarten.

Der T-Mobile-Konkurrent Vodafone testet seit Dezember mit rund 100 Geschäftskunden die Datenübertragung in seinem UMTS-Netz via "Mobile Connect Card UMTS". (pg)