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Surfer zögern beim Online-Kauf von Musik

29.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die zögerliche Haltung der Internet-Nutzer, Lieder gegen Bezahlung auf ihren Computer herunterzuladen, wird sich durch die neuen Services der Musikindustrie kaum ändern. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner, das 4.000 erwachsene Online-Benutzer befragt hat. Nur sechs Prozent der Surfer gaben an, in den vergangenen drei Monaten kostenpflichtige Musik-Downloads getätigt zu haben. Während rund die Hälfte der Befragten den PC als Abspielgerät für ihre CDs verwendet, hören nur 25 Prozent Musikstücke, die sie aus dem Internet heruntergeladen haben. Nach Meinung des Gartner-Analysten PJ McNealy wird sich die Zahl der Surfer, die Songs online kaufen, durch die kommenden Bezahlsysteme der großen Plattenfirmen kaum erhöhen. McNealy zufolge sollten sich die Konzerne auf eine Standardplattform für den Online-Vertrieb von Musik einigen, um

sich nicht gegenseitig zu behindern. Die derzeitige Entwicklung, dass jedes Label an einem eigenen Verfahren zum Schutz der Urheberrechte arbeitet, würde die Konsumenten abschrecken und einen Anstieg der Musikverkäufe im Internet eher bremsen.