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Sun erneuert sein Sparc-Einstiegsportfolio

11.09.2006
Zuletzt kamen Suns Neuheiten aus den Bereichen Opteron-Server und Chip-Multithreading („Ultrasparc T1“). Jetzt tut der Hersteller auch wieder etwas für seine angestammte Sparc-Kundschaft.

Am kommenden Mittwoch präsentiert Sun ein runderneuertes Einstiegs-Portfolio mit Ultrasparc-IIIi-basierenden Servern. Die bisherigen Modelle „Sun Fire V120“, „V210“, „V220“ und „V440“ (vor allem die beiden Letzteren wurden laut Produkt Marketing Manager Rolf Kersten von unter anderem großen Telcos gleich „palettenweise“ geordert) werden abgelöst durch neue Maschinen.

Diese reichen vom Einstiegsmodell „Sun Fire V125“ über die „V215“ und „V225“ bis hoch zur „V445“ – es wurde also jeweils die schließende 0 der bisherigen Produktnamen durch eine „5“ ersetzt. Der darin verbaute Ultrasparc-IIIi („Jalapeno“) leistet etwas doppelt so viel wie die bislang verbauten CPUs. Allerdings hätten die neuen Server eigentlich den „Ultrasparc IIIi+“ (Codename „Serrano“) enthalten sollen – diesen bringt Sun aber wohl frühestens Mitte kommenden Jahres heraus.

Das ab rund 2100 Euro erhältlich Einstiegsmodell V125 arbeitet mit einem auf 1 Gigahertz getakteten Ultrasparc-IIIi. Es belegt im Rack eine Höheneinheit und kann bis 8 GB Arbeitsspeicher aufnehmen. Wie auch bei den übrigen neuen Modellen funktioniert das Lights-Out-Management (ALOM) jetzt auch über SSH, sodass der Verwaltungs-Traffic künftig bedenkenlos über das normale RZ-Netz geschickt werden kann. Die V125 unterstützt als Betriebssysteme die Solaris-Version 8 bis 10.

Die drei größeren Server, etwas weniger interessant für die betriebssystemkonservativen OEMs, laufen wahlweise mit Solaris 9 oder 10. Der ebenfalls 1U hohe V215 ist mit zwei 1,5 GHz schnellen Ultrasparc-IIIis bestückt und fasst bis zu 16 GB Hauptspeicher. Netzteile, Lüfter und Platten (zwei 2,5 Zoll SAS mit RAID 0 oder 1) lassen sich im laufenden Betrieb austauschen. Für Erweiterungen gibt es einen PCI-X- und einen PCI-Express-Slot (Low Profile, kurz). Der V245 hat die gleiche CPU-Bestückung, ist aber mit 2U doppelt so hoch und bietet doppelt so viel Platz für Erweiterungen.

Im Topmodell „V445“ verbaut Sun auf 1,6 GHz getaktete Ultrasparc-IIIi-Prozessoren. Die 4U-Maschine kann bis zu 32 GB Arbeitsspeicher und acht SAS-Platten aufnehmen. Sie unterstützt auch RAID-Level 5.

Neben den Ultrasparc-IIIi-Servern gibt es beim vierteljährlichen Produkt-Launch noch einige weitere Neuheiten. Auf der Softwareseite kommt der „Sun Identitiy Manager 7.0“, der nun auch Compliance-Audit einschließt. Dazu kommen weitere Hardware-Neuheiten, nämlich der „N1216 Secure Application Switch“, für Telcos die NEBS-konforme „Netra T2000“ und das „CP3060 Acta Blade“ sowie last, but not least die „Ultra 25“ als kleinere Schwester der bereits bekannten Sparc-Workstation „Ultra 45“. (tc)