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Sun denkt über Features für Java 7 nach

18.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Rund ein halbes Jahr nach der Freigabe der Java 2 Standard Edition (J2SE) 5.0 und mehr als ein Jahr vor der geplanten Fertigstellung von J2SE 6.0 (Codename "Mustang") lässt Sun einige Details zu J2SE 7.0 (Codename "Dolphin") durchsickern.

So soll die übernächste Version grundlegende Neuerungen bei der Verarbeitung von XML bringen. Laut Mark Reinhold, Entwicklungsleiter für J2SE bei Sun, werden Programmierer XML-Daten direkt in den Java-Quellcode eingeben und dann über ein High-Level-API manipulieren können. Dazu soll es angeblich keiner Methodenaufrufe bedürfen.

Veränderungen der Sprache sind weder für Mustang noch für Dolphin geplant. Solche hatte die Version 5 gebracht und sie müssen von den Entwicklern erst allmählich angenommen werden. Laut Sun wurde dieses "Tiger"-Release bereits 15 Millionen Mal von der Website der Firma heruntergeladen.

Dolphin soll voraussichtlich der steigenden Bedeutung von Scriptsprachen Rechnung tragen, indem in Java geschriebene Interpreter beschleunigt werden. Als Beispiel nannte Reinhold Groovy. Unklar ist derzeit noch, ob die Multitasking-fähige Virtual Machine bis zur vorgesehenen Fertigstellung von Java 7 für den produktiven Einsatz bereit ist. Sie wird unter dem Codenamen "Barcelona" entwickelt und soll den Ressourcenverbrauch von Java verringern, weil sie mehrere Anwendungen parallel in einer Instanz der Ablaufumgebung ausführen kann.

Laut dem Sun-Manager sind die Planungen für Dolphin noch nicht abgeschlossen, so dass der Funktionsumfang dieser Version noch nicht endgültig feststeht. Java 7 soll in der zweiten Jahreshälfte 2007 auf den Markt kommen. (ws)