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Sun arbeitet an Updates für J2EE und J2ME

30.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Anfang kommenden Jahres wird Sun neue Versionen von J2EE (Java 2 Enterprise Edition) und J2ME (Java 2 Micro Edition) freigeben. Dies bestätigte ein Sprecher des Herstellers Ende vergangener Woche. Im Java Community Process (JCP) laufe derzeit die endgültige Festlegung der Spezifikationen, so Java Marketing Manager David Harrah. "Die Beta von J2EE 1.4 können Entwickler Anfang November herunterladen. Sie sollte Anfang 2003 finalisiert und in der zweiten Jahreshälfte in Produkten zu finden sein", so Hannah.

J2EE bietet Unterstützung für eine Reihe von Web-Services-APIs (Application Programming Interfaces = Programmierschittstellen), darunter JAXP (Java Api for XML Parsing), JAXM (Java API for XML Messaging), und JAXR (Java API for XML Registries) mit UDDI-Support (Universal Description, Discovery and Integration). Außerdem sind JAXRPC (Java API for XML Remote Procedure Calls) für SOAP-Messaging (Simple Object Access Protocol) und eine Java-API für WSD-Unterstützung (Web Server Director).

"Entwickler können diese APIs bereits jetzt separat herunterladen und zu J2EE 1.3 hinzufügen; bei 1.4 ist aber alles inbegriffen, der Integrationsaufwand entfällt", erläutert der Sun-Manager. Zu den weiteren Neuerungen gehören eine verbesserte JCA (Java Connector Architecture) für sichere Zwei-Wege-Integration mit externen Systemen, ein neuer Standard zur Erweiterung von J2EE-Containern sowie ein Standard für Management und Ausbringen von J2EE-basierten Anwendungen. Suns eigene Entwicklungsumgebung "ONE Studio" mit J2EE-1.4-Unterstützung wird laut Hannah vermutlich in der zweiten Hälfte kommenden Jahres in etwa zeitgleich mit Alternativen der Wettbewerber (Bea, IBM, Oracle etc.) auf den Markt kommen.

Bei der mobilen Java-Variante J2ME stehen drei wichtige Neuerungen ins Haus: die neue Version 2.0 des Mobile Information Device Profile (MIDP), neue APIs für Wireless Messaging mit Unterstützung für SMS (Short Message Service) und BMS (Broadcast Message Service) sowie Unterstüzung für MMAPI (Mobile Media API) für bessere Grafik- und Soundwiedergabe. Die drei Techniken befinden sich Hannah zufolge in unterschiedlichen JCP-Entscheidungsstufen. Erste Handys mit MIDP 2.0 erwartet er gegen Ende kommenden Jahres. (tc)