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Studie: Online-Betrug nimmt zu

14.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Online-Händler sind in zunehmenden Maße mit Betrügereien im Internet konfrontiert. In neun von zehn Fällen wird keine strafrechtliche Verfolgung der Täter eingeleitet. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Business-Information-Company Experian, die auf internen Untersuchungen bei den betroffenen Internet-Firmen basiert. Demnach verzeichnen die meisten Websites zwar weniger als ein Prozent an betrügerischen Transaktionen, aber in bestimmten Sektoren wie beim Vertrieb von Software, elektronischen Gütern oder beim Kartenverkauf schnellt die Zahl bis auf 40 Prozent nach oben. Außerdem berichteten 40 Prozent der untersuchten Unternehmen, dass sie wiederholt von dem selben Betrüger heimgesucht wurden. Zwei Drittel der Web-Companies brauchten mehr als einen Monat, bevor sie die Straftat entdeckten. In dieser Zeit könnte ein Straftäter ungestört weitere

betrügerische Web-Transaktionen tätigen. Bislang ist die Polizei den Internet-Betrügereien anscheinend nicht gewachsen, so die Studie - zumal viele Online-Händler auf eine Strafverfolgung verzichteten, da der von einem einzelnen Betrüger verursachte Schaden oft gering sei.