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Softwaremarkt wächst deutlich langsamer als erwartet

27.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsunternehmen IDC hat seine Wachstumsprognosen für den weltweiten Standardsoftware-Markt in diesem Jahr drastisch gesenkt. Aufgrund der rezessiven Wirtschaftslage sowie der Auswirkungen der US-Terroranschläge vom 11. September sollen die Softwareumsätze nur noch um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Zuvor hatte IDC ein Wachstum von zwölf Prozent anvisiert. Zwar rechnen die Analysten im kommenden Jahr wieder mit einer Umsatzsteigerung von 11,8 Prozent, das sind jedoch 3,2 Prozent weniger als ursprünglich erwartet.

Besonders hart wird es in diesem Jahr den Softwarebereich Entwicklungswerkzeuge treffen: IDC zufolge soll diese Sparte lediglich um 4,7 Prozent wachsen. Anfangs hatten die Auguren in diesem Sektor noch ein Steigerungspotenzial von 15,2 Prozent prognostiziert.

Für den Applikationsbereich hat das Marktforschungsunternehmen seine Wachstumserwartungen von ursprünglich 12,7 auf 9,4 Prozent gesenkt. Auch im kommenden Jahr soll diese Sparte nur um 9,1 Prozent zulegen. Das sind 5,5 Prozent weniger als noch zuvor angenommen.

Das Segment Systeminfrastruktur-Software wird bis Ende 2001 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen statt der zuvor von IDC erwarteten 8,4 Prozent. Dieser Marktbereich soll im Jahr 2002 wieder eine Steigerungsrate von 11,8 Prozent erreichen, die jedoch ebenfalls unterhalb der zuvor anvisierten 13 Prozent liegt. (ka)