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Software AG verbündet sich mit IDS Scheer

13.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller Software AG hat sein Umsatz-Wachstumsziel für das laufende Jahr bestätigt und will auch bis 2007 deutlich zulegen. Zudem kündigte die im TecDAX notierte Gesellschaft am Freitag an, mit dem IT-Dienstleister IDS Scheer eine Partnerschaft einzugehen. Die ARIS-Plattform von IDS Scheer sowie der Enterprise Process Manager und die Business-Integration-Produkte der Software AG würden kombiniert, hieß es in einer Pressemitteilung.

Dabei werde IDS Scheer Consulting-Services zu Geschäfstprozessen und die Software AG XML-basierende Integrations-Dienstleistungen anbieten. Software-Chef Karl-Heinz Streibich betonte, dass sich die Technologien beider Unternehmen "in idealer Weise ergänzten".

Auf der Hauptversammlung der Software AG in Frankfurt bestätigte Finanzchef Arnd Zinnhardt das Umsatzziel, das sich die Gesellschaft für das laufende Jahr gesteckt hat. Der Umsatz solle weiterhin währungsbereinigt um vier bis sechs Prozent steigen (2004: 411,4 Millionen Euro). Mit Lizenzen will die Software AG etwa acht Prozent mehr umsetzen als ein Jahr zuvor (114,2 Millionen Euro) und mit Dienstleistungen etwa zwölf Prozent mehr (2004: 112,8 Millionen Euro). Die Wartungserlöse sollen bei 182,6 Millionen Euro verharren. Bei der operativen EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) strebt die Software AG 20 bis 22 Prozent an (2004: 20,4 Prozent). Der freie Cashflow je Aktie soll von 0,81auf etwa zwei Euro zulegen.

Für die nächsten Jahre gab sich Software-AG-Chef Streibich zuversichtlich. Bis 2007 wollen die Darmstädter währungsbereinigt jährlich um acht Prozent wachsen. Im Bereich Enterprise Transaction Systems sollten die Erlöse mindestens stabil bleiben. Im Bereich XML Business Integration dürften sie zulegen. Zusätzliche Umsätze verspreche sich die Gesellschaft durch neue Märkte und Partner. Derzeit kooperieren die Darmstädter unter anderem mit SAP, IBM, Hewlett-Packard (HP) , Microsoft , Sun Microsystems sowie Fujitsu.

Derzeit hat die Region Nordamerika/Nordeuropa nach den Angaben einen Erlösanteil von 42 Prozent, die Region Süd (Lateinamerika, Südeuropa, Türkei, Nordafrika) 31 Prozent und Zentraleuropa/Asien einen Umsatzanteil von 27 Prozent. Innovationstreiber sei die USA. Wachstumspotenzial sieht Streibich in Osteuropa, Russland, Asien, im Mittleren Osten, Kanada, Lateinamerika, der EU oder im südlichen Afrika. (dpa/tc)