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Skandinavische TK-Hochzeit abgeblasen

17.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die geplante Fusion zwischen dem norwegischen TK-Konzern Telenor und dem schwedischen Carrier Telia wird nicht stattfinden. Tormod Hermansen, der auserkorene Chef des kombinierten Unternehmens, gab bekannt: "Ich bedauere es sehr, daß der Merger zwischen Telenor und Telia nicht zustande kommt. Es war jedoch richtig, daß die norwegische Regierung die Entscheidung rückgängig gemacht hat." Beide TK-Carrier hatten ihre Fusionspläne im Januar 1999 geäußert; im Oktober unterzeichneten der schwedische Industrieminister Björn Rosengren und der norwegische Transport- und Kommunikations-Minister Dag Fjaervoll die entsprechende Absichtserklärung (CW Infonet berichtete).

Die skandinavischen TK-Unternehmen, die sich noch in Regierungsbesitz befinden, konnten die Europäischen Kommission von ihrer Zusammenlegung überzeugen und Kartellbedenken aus dem Web räumen. Allerdings blieben interne Schwierigkeiten. Telenor-Pressesprecher Dag Melgaard kommentiert: "Es gab Unstimmigkeiten innerhalb des Managements und des Aufsichtsrates." Vor drei Tagen hatte ein Unternehmessprecher bereits angekündigt, der Aufsichtsrat könnte sich beispielsweise nicht über den künftigen Sitz des fusionierten TK-Carriers einigen. Damit ist der Merger vom Tisch und soll auch nicht weiter verfolgt werden. "Das ist endgültig," sagte Melgaard.