Web

 

Siemens wächst zweistellig - auch ohne Infineon

31.01.2001
Der Elektronikkonzern Siemens steigerte sein Konzernergebnis im ersten Fiskalquartal 2001 um 32 Prozent auf 778 Millionen Euro. Die Einnahmen kletterten auf 19,1 Milliarden Euro.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der deutsche Elektonikkonzern Siemens konnte sein Konzernergebnis im ersten Fiskalquartal 2001 (Ende Dezember 2000) mit 778 Millionen Euro um 32 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal steigern. Ohne Berücksichtigung des Gewinns seiner Tochter Infineon, an der Siemens noch 71 Prozent hält, beträgt der Profit des Münchner Unternehmens 579 Millionen Euro, was einem Wachstum von 26 Prozent entspricht. Siemens, das erstmals in diesem Jahr seine Zahlen nach US-GAAP ausweist, verzeichnete ein Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Goodwill Amortisation (Ebita) der operativen Bereiche (ohne Infineon) von 1,18 Milliarden Euro; das sind 14 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Der Umsatz (ohne Infineon) kletterte von 15,4 Milliarden Euro im ersten Fiskalquartal 2000 auf 19,1 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres. In Deutschland konnte Siemens seinen Umsatz um zehn Prozent auf 4,4 Milliarden Euro steigern, im Ausland um 29 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro. Damit liegt der Anteil des internationalen Geschäfts bei 77 Prozent.

In der Sparte Information and Communication Networks (ICN) wuchsen die Einnahmen von 2,4 auf 2,9 Milliarden Euro, das Ebita ging jedoch von 211 auf 150 Millionen Euro zurück. Der Sektor Information and Communication Mobile (ICM) legte von 1,9 auf 2,9 Milliarden Euro Umsatz zu und übertraf das Ebita-Ergebnis des Vorjahres (216 Millionen Euro) um drei Millionen Euro. Die Zahl der verkauften Mobiltelefone konnte dabei von 4,4 Millionen im Vorjahr auf 9,3 Millionen deutlich ausgebaut werden. Die Division Siemens Business Services (SBS) steigerte ihren Umsatz von 1,3 auf 1,5 Milliarden Euro und ihr Ebita von 13 auf 14 Millionen Euro.

Für das Jahr 2001 sieht sich der Siemens-Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer angesichts der vorliegenden Zahlen gut gerüstet. Er rechnet im laufenden Geschäftsjahr erneut mit einer "deutlichen Ertragssteigerung". Beim Umsatz wolle man zweistellig und damit stärker als der Branchendurchschnitt zulegen, auch wenn sich das Wachstum im Jahresverlauf nach dem überdurchschnittlichen ersten Quartal 2001 abschwächen werde. Allerdings soll das Konzernergebnis nach Steuern weiterhin deutlich stärker steigen als der Umsatz, hieß es.

Die Siemens-Aktie kletterte im morgendlichen Handel am heutigen Mittwoch um zwei Prozent auf 154,40 Euro.