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SGI will weitere 600 Stellen streichen

28.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um in die Gewinnzone zurückzukehren, plant Silicon Graphics Inc. (SGI) den Abbau weiterer 600 Stellen. Frühere Entlassungen eingeschlossen, reduziert der finanziell angeschlagene Workstation- und Server-Hersteller damit die Zahl seiner Angestellten in diesem Jahr um ein Viertel auf rund 3000. Die Company hatte bereits Ende Mai die Entlassung von 400 Mitarbeitern angekündigt (Computerwoche online berichtete).

Nach eigenen Angaben werden bei der neuen Entlassungsrunde keine Geschäftsbereiche ausgespart. Mitarbeiter, die im Vertrieb arbeiten oder anderweitig im Kontakt mit den Kunden stehen, treffe es allerdings vergleichsweise weniger stark.

Wie SGI bekannt gab, sollen die Quartalsausgaben mit Hilfe der Maßnahmen bis zum Jahresende auf rund 100 Millionen Dollar gedrückt werden. Damit will das Management sicherstellen, bereits bei einem vierteljährlichen Umsatz zwischen 235 und 240 Millionen Dollar den operativen Break-even zu erreichen. Im Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal 2003 hatte das im kalifornischen Mountain View ansässige Unternehmen bei Einnahmen von 240 Millionen noch einen Betriebsverlust in Höhe von 34,5 Millionen Dollar ausgewiesen (Computerwoche online berichtete).

Zusätzlich plant das Unternehmen, sich künftig auf die Produkte mit dem besten Marktpotenzial zu konzentrieren. Dazu zählen Computer in Umgebungen, die auf dem Betriebssystem Linux und Intels Itanium-2-Prozessoren basieren. Auch bei der Server-Linie "Altix", Super-Clustern sowie SGIs Visualisierungs- und Speicherprodukten verspüre die Company eine gesunde Nachfrage. (mb)