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SGI ist trotz Umsatzrückgang und höherem Verlust guter Dinge

21.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - SGI hat im ersten Geschäftsquartal 2003/2004 seinen Nettoverlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgeweitet und erneut Umsatz eingebüßt. Nach weiteren Kostensenkungen sieht sich das kalifornische Unternehmen jedoch dem Break-even-Ziel deutlich näher gerückt.

Wie der auf Unix-Workstations und -Server spezialisierte Hersteller mitteilte, sanken die Einnahmen im Ende September abgelaufenen Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahresquartal von 240,2 Millionen auf 218 Millionen Dollar. Der Nettofehlbetrag erhöhte sich von 41,1 Millionen auf 47,9 Millionen Dollar oder 23 (21) Cent pro Aktie. Exklusive Sonderaufwendungen und Abschreibungen hätte SGI jedoch nur einen Verlust von 19,4 Millionen Dollar verbucht - 2,5 Millionen Dollar weniger als im vorangegangenen vierten Geschäftsquartal 2002/2003.

Sein Unternehmen habe im Berichtszeitraum deutliche Forschritte erzielt, so Bob Bishop, CEO und Chairman von SGI. So seien die eigenen Prognosen bei Umsatz, Bruttogewinnspanne und Cash-Reserven übertroffen worden. Gleichzeitig habe SGI die Betriebskosten weiter gesenkt und wichtige neue Speicher- und Visualisierungsprodukte auf den Markt gebracht.

Im August hatte das Unternehmen angekündigt, es werde nochmals 600 Arbeitsplätze oder fast 17 Prozent der Belegschaft abbauen, um seine Kostenstruktur an die geringeren Einnahmen anzupassen. Nach Abschluss der Maßnahmen rechnet das kalifornische Unternehmen, bereits ab einem Quartalsumsatz von 235 bis 240 Millionen Dollar wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Für das laufende zweite Geschäftsquartal stellt SGI Einnahmen zwischen 220 Millionen und 240 Millionen Dollar in Aussicht. (mb)