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SCO verschickt vorerst keine Rechnungen an Linux-Nutzer

16.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kalifornische SCO Group hat ihren Plan verschoben, Nutzern des Linux-Betriebssystems Rechnungen für die Inanspruchnahme von Lizenzrechten zu schicken. Das derzeit laufende Lizenzprogramm mache gute Fortschritte, begründete ein Firmensprecher den Schritt. Umfragen zufolge würden sich ohnehin nur die wenigsten Linux-Anwender den Forderungen SCOs beugen. Das Softwarehaus behauptet, bei der Entwicklung von Linux seien eigene urheberrechtlich geschützte Code-Teile in das System eingeflossen. Deshalb sei man berechtigt, dafür Lizenzgebühren zu erheben. Mehrere Rechtsexperten raten Benutzern allerdings ab, Zahlungen zu leisten solange die Rechtslage noch ungeklärt ist. Eigenen Angaben zufolge konnte SCO bereits einen Großanwender zur Entrichtung von Lizenzgebühren für Linux-Server bewegen. (wh)