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SCO sieht überall Tarantella

24.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die zunehmend eigenständige Tarantella-Division von Santa Cruz Operation (das möglicherweise vor einem Verkauf seines Unix-Geschäfts an Caldera steht, Computerwoche.de berichtete) setzt offenbar zur weiteren Verbreitung ihrer Internet-Middleware verstärkt auf Partnerschaften mit Hardware- und Netzwerkanbietern. "Wir wollen Tarantella allgegenwärtig [pervasive] machen", erklärte Peer Bondar, Vice President Marketing, gegenüber "Computergram". Um den Konkurrenten Citrix auszubooten, will SCO offenbar seine Tarantella-Produkte, mit denen sich beliebige Anwendungen Web- und damit Thin-Client-fähig machen lassen, als eine Art "Black Box" anbieten, bei der Anwender nichts mehr installieren oder konfigurieren

müssen. Über welche strategischen Partner SCO/Tarantella diese Lösungen anbieten will, blieb aber vorerst im Dunkeln. Entsprechende Deals sollen laut Bondar im Laufe der kommenden drei Monate angekündigt werden. Zunächst steht jedoch die Caldera-Ankündigung ins Haus, die Beobachter für morgen erwarten.