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SCO-Klage: IBM heuert Boies' Ex-Arbeitgeber an

28.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Rechtsstreit um die von SCO eingereichte Patentklage bezüglich Unix (Computerwoche online berichtete) hat IBM die Kanzlei Cravath, Swaine & Moore engagiert. Diese war von 1966 bis 1997 Arbeitgeber von Staranwalt David Boies, der nun mit seiner eigenen Firma SCO vertritt. IBM bemüht sich außerdem darum, das bislang bei einem Gericht des Bundesstaates Utah anhängige Verfahren vor ein Bundesgericht zu bringen, dem weniger politische Abhängigkeiten und Voreingenommenheit lokaler Parteien unterstellt werden. SCO hat dagegen nach eigener Aussage nichts einzuwenden.

Experten bezweifeln ohnehin, dass SCO das 1995 von Novell übernommene geistige Eigentum an der Ur-Unix-Entwicklung bei AT&T nach so langer Zeit noch effektiv wird versilbern können. Zu viele Techniken aus Unix seien auch anderer Stelle zu finden oder längst Allgemeingut. IBM hat noch eine Woche Zeit, eine offizielle Erwiderung auf SCOs Klageschrift einzureichen. Danach beginnt die Vorermittlungsphase, in der beide Parteien voneinander verfahrensrelevante Informationen einfordern und untersuchen können. (tc)