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Schweiz gibt IBM-Bestechungsgelder frei

09.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Der Schweizer Bundespolizei zufolge hat die Schweiz 4,5 Millionen Dollar an Argentinien überwiesen. Dabei handelt es sich um einen Teil des mutmaßlichen Bestechungsgeldes (insgesamt etwa zehn Millionen Dollar), das IBM 1993 an Vertreter der argentinischen Staatsbank Banco de la Nación gezahlt haben soll, um einen Computerauftrag in Höhe von etwa 250 Millionen Dollar zu gewinnen. 525 Filialen der Staatsbank, die größte in Argentinien, sollten mit Computern ausgestattet werden. 1995 flog der Bestechungsskandal auf, und mehr als 20 Vertreter der Staatsbank, von IBM und der argentinischen Regierung wurden inzwischen wegen Bestechung angeklagt – am prominentesten sind davon der ehemalige Bankchef Aldo Dadone, der ehemalige IBM-Chef von Argentinien Ricardo Martorana und der ehemalige Berater des argentinischen Präsidenten Juan Carlos Cattaneo.