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Schrumpfkur treibt Tria tiefer in die roten Zahlen

23.04.2004

Bei der Tria IT-Solutions AG hat im Schlussquartal 2003 noch einmal kräftig der Rotstift gewütet. Der Münchner IT-Trainings- und Consulting-Anbieter sieht sich nun zwar wieder besser aufgestellt. Da das bilanzierte Eigenkapital aber zum Jahresende die Hälfte des Grundkapitals unterschritt, muss in Kürze in einer außerordentlichen Hauptversammlung über Maßnahmen zur Stärkung der Kapitaldecke beraten werden. Nach der Bekanntgabe verlor die Tria-Aktie am heutigen Freitag bis 17 Uhr knapp 35 Prozent an Wert.

Wie das Unternehmen mitteilte, wiesen die beiden Kernbereiche IT-Training und IT-Consulting im Zuge des Kostensenkungsprogramms 2003 wieder einen operativen Gewinn vor außerordentlichen Effekten aus. Erreicht wurde dies insbesondere durch die um rund vier Millionen Euro niedrigeren Betriebskosten. Wegen der restrukturierungsbedingt kleineren Themen- und Mitarbeiterbasis ging jedoch auch der Tria-Umsatz zurück. Vorläufigen Berechnungen zufolge sanken die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr von 29,2 Millionen auf 20,5 Millionen Euro, lagen damit aber noch im Plan. Der Nettofehlbetrag stieg gleichzeitig von 7,4 Millionen auf 9,7 Millionen Euro.

Die Münchner sind jedoch zuversichtlich, dass das Kostensenkungsprogramm im laufenden Geschäftsjahr seine volle Wirkung entfalten wird. Bei entsprechender positiver Konjunktur-, Branchen- und Marktentwicklung rechnet Tria für 2004 mit einem Umsatzanstieg von fünf bis zehn Prozent sowie mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. (mb)