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Schlankheitskur: Pixelpark streicht 200 Stellen

14.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Internet-Dienstleister Pixelpark will aufgrund der "anhaltenden Zurückhaltung in der Nachfrage von IT-Dienstleistungen" weitere 200 Stellen streichen. Betroffen sind 110 Arbeitsplätze in Deutschland, im europäischen Ausland werden 90 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt. So plant das Unternehmen, nun auch seine Filialen in Spanien und Großbritannien zu schließen und sich mit den verbleibenden 600 Mitarbeitern auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Dazu zählen Projekte zur "Konzeption und Umsetzung von Portalen, Marketing-Websites, E-Shops und Multichannel-Lösungen", teilte die am Neuen Markt notierte Firma mit. Dabei wird Pixelpark nur noch hierzulande, in der Schweiz, Frankreich und Österreich aktiv sein. Zur Finanzierung der Maßnahmen und zur Sicherung der Liquidität stellt der mit 60 Prozent beteiligte Medienriese Bertelsmann ein Darlehen von 15 Millionen

Euro zur Verfügung.

Bereits Ende November gab es Meldungen über weitere Entlassungen bei Pixelpark, um das defizitäre Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen. Die Internet-Agentur erwirtschaftete im dritten Quartal mit 17,4 Millionen Euro 26 Prozent weniger Einnahmen als im Vorjahreszeitraum (27,85 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug dabei minus 7,7 Millionen Euro, die ausgewiesenen Restrukturierungskosten von 3,2 Millionen Euro noch nicht eingerechnet (Computerwoche online berichtete). Vor einem Jahr hatte sich der Fehlbetrag auf Ebitda-Basis noch auf 0,53 Millionen Euro belaufen