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SAP SI steigert Gewinn trotz sinkender Einnahmen

30.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die SAP Systems Integration AG (SAP SI) verbuchte im zweiten Quartal 2003 einen Umsatzrückgang, konnte jedoch ihre Ergebnisse gegenüber dem Vergleichszeitraum 2002 deutlich verbessern: Vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielte der Dresdner IT-Dienstleister einen Gewinn von 8,3 Millionen Euro, verglichen mit einem EBIT-Verlust von 400.000 Euro im Vorjahresquartal. Netto schrieb die Servicetochter des Walldorfer Softwarekonzerns nach einem ausgeglichenen Ergebnis pro Aktie nun ein Plus von 14 Cent je Anteilschein.

Ursache für den Anstieg war eine deutliche Verbesserung der Kostenstruktur. So drückte das Unternehmen die Betriebskosten im Jahresvergleich um knapp 20 Prozent von 71 Millionen auf 57,1 Millionen Euro. Außerdem hatten im Vorjahreszeitraum Restrukturierungskosten in Höhe von 3,7 Millionen Euro das Ergebnis belastet. Im Rahmen der Umstrukturierung hatte SAP SI die Zahl der Belegschaft im Jahresvergleich um 11,5 Prozent auf 1620 Mitarbeiter reduziert.

Der Umsatz ging dagegen um 8,4 Prozent von 71,5 Millionen auf 65,5 Millionen Euro zurück. Bei stabilen Wechselkursen wären die Einnahmen immerhin noch um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken. Im Detail reduzierten sich die Erlöse in Deutschland und der Schweiz um 4,7 Prozent auf 58,9 Millionen Euro. In den USA verbuchte das Unternehmen einen Umsatzeinbruch um 32,5 Prozent auf 6,6 Millionen Euro. Rund die Hälfte davon führte die SAP-Tochter auf den schlechteren Wechselkurs zurück.

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erwartet SAP SI keine Verbesserung der Nachfrage. Das Unternehmen plant daher, das für die zweite Jahreshälfte angekündigte Umsatzwachstum durch Übernahmen zu erreichen und die Profitabilität weiter zu steigern. (mb)