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Samba 3.0 ist fertig

25.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Mitarbeiter des Open-Source-Projekts Samba haben die Version 3 des gleichnamigen Datei- und Druck-Servers veröffentlicht. Bei Samba handelt es sich um eine Umsetzung von Microsofts CIFS/SMB-Technik (Server Message Block) für Unix. Diese bewirkt prinzipiell, dass ein Unix- oder Linux-Rechner in einem Windows-Netzwerk als Windows-Server erscheint und sich in vielen Bereichen als solcher nutzen lässt.

Samba 3 unterstützt LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) und das Authentifizierungsprotokoll Kerberos. Dadurch lässt sich der Server besser mit Microsofts Verzeichnisdienst Active Directory integrieren. Samba-Entwickler Gerald Carter beschreibt den Unterschied zur Vorgängerversion 2.2 plastisch: "Mit Version 2.2 sieht ein Samba-Server aus wie Windows NT. Samba 3 lässt sich ansprechen wie Windows 2000."

Neu ist auch die Unterstützung von Unicode, ein eigenes Authentifizierungssystem sowie ein "net"-Befehl, der dem Windows-Pendant nachempfunden ist. Außerdem versprechen die Entwickler einen verbesserten Support der Druckfunktionen von Windows 2000, XP und 2003 Server. Alle Produktneuerungen gegenüber Samba 2.2 sind auf der Website des Projekts beschrieben. (lex)