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Run auf Citigroups BPO-Sparte

20.06.2007
Zahlreiche namhafte Hersteller sind an einem Kauf der erfolgreichen BPO-Unit Citigroup Global Services interessiert.

An dem Rennen um das zum Verkauf stehende BPO-Geschäft (Business Process Outsourcing) der Citigroup beteiligen sich jetzt auch Accenture und WNS. Das berichtet der "Business Standard" in seiner Online-Ausgabe. Zuvor hatten bereits namhafte IT-Dienstleister wie IBM, ADS, Infosys, EDS, Genpact und Capgemini sowie Private-Equity-Firmen wie Blackstone und General Atlantic ihre Kaufabsichten geäußert.

Eine offizielle Bestätigung von Seiten der Citigroup gibt es nach wie vor nicht. Firmennahen Quellen zufolge gilt aber als sicher, dass die Bank 80 Prozent von Citigroup Global Services (ehemals: E-Serve) veräußern will.

Der BPO-Anbieter beschäftigt fast 8000 Mitarbeiter in Mumbai und Chennai. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 erzielte er einen Umsatz von umgerechnet 151,6 Millionen Dollar und einen Nettogewinn von 17,7 Millionen Dollar. Die Citigroup hatte E-Serve vor drei Jahren komplett übernommen.

2001 hatte der indische Anbieter HCL Technologies eine Mehrheit an der BPO-Tochter der Deutschen Bank übernommen. 2004 veräußerte General Electric 60 Prozent seiner Sparte für Geschäftsprozess-Outsourcing an zwei Private-Equity-Firmen. Das Unternehmen firmiert seitdem sehr erfolgreich unter dem Namen Genpact.

Der Ausverkauf der BPO-Töchter erinnert an die Ausgründungstendenzen bei IT-GmbHs in Deutschland. Das Interesse an größeren Offshore-BPO-Dienstleistern in Indien ist enorm. Das zeigt auch der Bieterstreit um den Anbieter Cambridge Solutions. (sp)