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Riverstone enttäuscht Anleger

01.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der Umsatzwarnung von Enterasys Networks am Mittwoch (Computerwoche online berichtete) enttäuschte mit Riverstone Networks nun eine weitere Cabletron-Tochter Analysten und Anleger. Der Anbieter für Netzwerk-Router und -Switches teilte mit, er rechne im abgelaufenen vierten Quartal 2001 mit Einnahmen zwischen 50 und 54 Millionen Dollar und einem ausgeglichenen oder leicht negativen Pro-forma-Ergebnis. Die Analysten der Wallstreet hatten dagegen nach Untersuchungen von First Call/Thomson Financial im Schnitt einen Umsatz in Höhe von 64,7 Millionen Dollar erwartet. Der operative Profit sollte nach ihren Prognosen vier Cent je Aktie betragen.

Außerdem gab Riverstone bekannt, dass das Unternehmen im vierten Quartal außerordentliche Kosten zwischen 26 Millionen und 30 Millionen Dollar ausweisen werde. Grund seien Restrukturierungsmaßnahmen mit dem Ziel, die Betriebskosten ab dem laufenden ersten Quartal um zehn Prozent zu senken. Dabei soll auch eine nicht genannte Zahl von Stellen gestrichen werden. Der Umsatz im ersten Quartal schätzte CEO Romulus Pereira auf gleich hoch oder leicht unter den Einnahmen im vierten Quartal. Grund sei die starke Kaufzurückhaltung der Carrier. Noch vor einer Woche hatte Pereira verkündet, dass es Riverstone gelungen sei, die Krise der TK-Industrie zu meistern.

Aufgrund der schlechten Meldungen wurde die Riverstone-Aktie von zahlreichen Analysten herabgestuft und fiel am Donnerstag um 48,75 Prozent auf 3,89 Dollar. Bereits Anfang Februar wurde der Aktienkurs durch Ermittlungen der SEC bei der unabhängigen Schwester Enterasys (Computerwoche online berichtete) stark in Mitleidenschaft gezogen und war von 17 auf sieben Dollar gesunken. (mb)