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Regulierer verpflichten Telekom zur Senkung der Leitungsmiete

19.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom erlitt am Montag im Streit um die Entgelte für DSL-Anschlüsse von Fremdanbietern einen Rückschlag. Die von der Regulationsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) festgesetzten Preise liegen deutlich unter den Anträgen des Bonner TK-Konzerns. So soll der monatliche Mietpreis für das "Line-Sharing", also der Nutzung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) für den breitbandigen Internet-Zugang via DSL nur bei 4,77 Euro liegen. Die Telekom hatte dagegen eine Monatsmiete von 14,65 Euro beantragt. Den Preis für die einfache Übernahme der gesplitteten Teilnehmeranschlussleitung ohne zusätzliche Schaltarbeiten wurde auf einmalig 85,61 Euro festgesetzt, also deutlich unter den geforderten 153,44 Euro. Die Kündigung soll statt 117,73 nur 72,10 Euro kosten. Der monatliche Nutzungspreis ist bereits bis

Ende Juni 2003 genehmigt, die beiden Einmalpreise stehen dagegen noch unter Vorbehalt, da die Wettbewerbsbehörde bis zum 11. April über die neuen Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung zu entscheiden habe.

Während Chefregulierer Matthias Kurth erklärte, dass sich der Wettbewerb bei den breitbandigen Internet-Zugängen durch festgelegten Konditionen deutlich intensivieren werde, kündigte die Telekom eine rechtliche Überprüfung an. (mb)