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RegTP versteigert UMTS-Lizenzen im Sommer

01.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Aufsichtsrat der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat gestern Plänen des obersten Regulierers Klaus-Dieter Scheuerle zugestimmt, denen zufolge im kommenden Juni oder Juli die ersten vier bis sechs Lizenzen für den kommenden Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telephony System) versteigert werden sollen. Laut "Wall Street Journal" geht es dabei konkret um ein 60-Megahertz-Frequenzband, das in zwölf Blöcke zu je 5 Megahertz aufgeteilt wird. Das Mindestgebot für zwei dieser Blöcke wurde auf 200 000 Mark festgesetzt. Experten rechnen allerdings damit, dass Interessenten für eine - ausschließlich bundesweite - Lizenz und zwei Blöcke mindestens eine Milliarde Mark hinblättern müssen.

Der neue weltweite Standard UMTS erlaubt mit bis zu 2 Mbit/s deutlich höhere Datenübertragungsraten als beispielsweise das in Europa gängige GSM (Global Standard for Mobile Communication, 9600 Kbit/s) und ermöglicht damit erstmals auch im Mobilbereich echte Multimedia-Anwendungen. Für den Kunden hat die Sache allerdings einen gravierenden Nachteil: Er muss sich in jedem Fall ein neues Handy besorgen, denn der neue Standard ist nicht "abwärtskompatibel".