Mit Talentwunder zu neuen Mitarbeitern

Recruiting per Suchmaschine

16.06.2019
Von 
Susanne Köppler ist nach einigen Jahren als Praktikantin und freie Mitarbeiterin in den Redaktionen des IDG Medienhauses nun als Content Managerin Events für die inhaltliche Ausgestaltung der Channel- und C-Level-Events bei IDG verantwortlich.
Talentwunder ist die Lösung für eines der drängendsten Probleme moderner Unternehmen: Es durchforstet soziale Netzwerke nach zum Unternehmen passenden Mitarbeitern und macht diese für die HR-Spezialisten zugänglich.

Klassische Stellenanzeigen helfen häufig nicht weiter, wenn Unternehmen qualifizierte Anwärter für vakante Stellen suchen. Insbesondere in der IT herrscht akuter Fachkräftemangel, gute Mitarbeiter sind rar. "Immer mehr Unternehmen stoßen mit klassischen Maßnahmen an ihre Grenzen und wir helfen dabei, diese Probleme zu lösen", erklärt Andreas Dittes, CEO der Talentwunder GmbH, den Nutzen seiner Mitarbeiter-Suchmaschine Talentwunder.

Andreas Dittes, CEO der Talentwunder GmbH, digitalisiert mit der Recruiting-Suchmaschine eine noch immer fast ausschließlich analoge Branche.
Andreas Dittes, CEO der Talentwunder GmbH, digitalisiert mit der Recruiting-Suchmaschine eine noch immer fast ausschließlich analoge Branche.
Foto: Talentwunder UG

In der Entwicklung der Recruiting-Technologie stieß Dittes auf zwei Herausforderungen: Einerseits musste eine noch sehr analoge Branche wie das Recruiting digitalisiert werden. "Zum Start konnte kein Unternehmen etwas mit unserer Idee anfangen", erinnert sich Dittes. Zusätzlich musste Dittes ein Unternehmen gründen, Zweifler vom Geschäftsmodell überzeugen und Mitarbeiter mitnehmen.

1,3 Milliarden Profile können durchsucht werden

Mit Talentwunder hat Dittes gemeinsam mit seinem mittlerweile 40 Mitarbeiter starken Team vor etwa vier Jahren eine Software entwickelt, die das Thema Talent Sourcing auf ein neues Level hebt: Recruiter können auf eine Datenbank von über 1,3 Milliarden Profilen zugreifen. Ermöglicht wird dies dadurch, dass Talentwunder auf bereits vorhandene Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing, Meetup, StackOverflow und LinkedIn zugreift und diese Profile und Daten mit den Anforderungen und Wünschen der Recruiter abgleicht.

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Mit Big-Data-Analysen werden unter anderem die Wechselbereitschaft und, sollte der Profilinhaber in einer anderen Stadt oder einem anderen Land wohnen, auch gleich die Umzugsbereitschaft berechnet. Unternehmen haben dann die Option, sich direkt an potentielle neue Mitarbeiter zu wenden. Und müssen nicht mehr darauf warten, dass diese auf das Unternehmen zukommen und sich bewerben. Diese Umkehr des Bewerbungsprozesses verleiht Unternehmen, die auf Mitarbeitersuche sind, einen absoluten Vorteil gegenüber der Konkurrenz im "war for talents".