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Qwest legt überarbeitetes Kaufangebot für MCI vor

25.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einem überarbeiteten Angebot hofft der US-Carrier Qwest Communications, den Konkurrenten MCI doch noch übernehmen zu können. Das MCI-Board hatte vor knapp zwei Wochen die Offerte des TK-Konzerns aus Denver, Colorado, ausgeschlagen und sich für das konkurrierende Angebot von Verizon entschieden. Der Rivale hatte mit rund 6,75 Milliarden Dollar in bar und Aktien zwar weniger geboten, erschien MCI jedoch wegen der im Vergleich zum hoch verschuldeten Carrier Qwest deutlich größeren Finanzkraft als attraktiverer Partner.

Die Höhe des neuen Angebots blieb mit 24,60 Dollar je MCI-Aktie oder knapp acht Milliarden Dollar in bar und Anteilscheinen zwar unverändert. Gemessen an den Schlusskursen von Qwest und MCI vom gestrigen Donnerstag liege es jedoch um rund 20 Prozent über der Verizon-Offerte, erklärte Qwest. Außerdem bietet der Interessent den MCI-Anlegern nun eine Absicherung gegen Kursverluste der Qwest-Aktie um bis zu zehn Prozent an. Zudem erhalten die Anteilseigner im Falle ihrer Zustimmung bis zu sechs Dollar je Aktie sofort in bar. Weitere 3,10 Dollar pro Aktie Cash sollen bei Abschluss des Deals gezahlt werden. Die bisherige Offerte hatte eine Barzahlung von 7,50 Dollar sowie 1,60 Dollar an Dividenden pro Aktie beinhaltet. Die Ausschüttung der Prämie sollte über vier Quartale erfolgen.

Das neue Angebot sei für MCI-Anleger noch attraktiver geworden, erklärte Qwest-CEO Richard Notebaert in einem offenen Brief an das MCI-Board. Notebaert wies weiter darauf hin, dass die MCI-Aktionäre 40 Prozent an der fusionierten Gesellschaft halten würden. Bei einem Zusammenschluss mit Verizon, läge ihr Anteil dagegen lediglich bei fünf Prozent. Zudem seien die Synergieeffekte bei einem Merger zwischen Qwest und MCI deutlich größer; da es weniger Überlappungen gebe, hätten Regulierungsbehörden weniger Vorbehalte.

MCI kündigte an, den revidierten Vorschlag in den nächsten Tagen gewissenhaft zu prüfen. (mb)