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Qwest blitzt bei MCI erneut ab

06.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz der auf 8,9 Milliarden Dollar angehobenen Kaufofferte kann Qwest Communications nicht bei MCI landen. Der US-Carrier hat dem Interessenten am gestrigen Dienstag erneut einen Korb gegeben und sich für das mit 7,5 Milliarden Dollar deutlich niedrigere Übernahmeangebot des Konkurrenten Verizon entschieden. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, ging der Entscheidung eine Telefonkonferenz zwischen MCI-Managern und Qwest-CEO Richard Notebaert voraus. Darin sei der Qwest-Chef aufgefordert worden, sein Angebot von 27,5 Dollar auf 30 Dollar pro Aktie aufzustocken. Außerdem forderte MCI eine Garantie dafür, dass Qwest an dem Deal festhalten werde - auch wenn möglicherweise noch vor dem Abschluss Kunden verloren gingen. Dem Bericht zufolge lehnte Notebaert jedoch ein noch höheres Angebot ab und forderte ein persönliches Gespräch mit dem MCI-Board.

Nach der erneuten Abfuhr will Qwest allerdings noch immer nicht klein beigeben. "Nachdem der MCI-Verwaltungsrat das aus unserer Sicht überlegene Angebot ausgeschlagen hat, sollen die Aktionäre über die nächsten Schritte entscheiden", teilte Qwest in einer Stellungnahme per E-Mail mit. Der TK-Konzern aus Denver, Colorado, hatte bereits vor einigen Wochen die in Übernahmekämpfen erfahrene Altman Group als Beraterin für den Bereich Investor Relations angeheuert. (mb)