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Priceline trotzt der Reiseflaute

02.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz Umsatzeinbrüchen nach dem 11. September gelang es der Internet-Preisagentur Priceline.com, im dritten Quartal höhere Gewinne als erwartet auszuweisen. Die Company erwirtschaftete einen Nettoprofit von 4,9 Millionen Dollar bei Einnahmen in Höhe von 302 Millionen Dollar. Aufgrund der Auszahlung einer Sonderdividende in Höhe von 8,6 Millionen Dollar wies Priceline jedoch auf Aktienbasis einen Verlust von zwei Cent aus. Auf Pro-forma-Basis betrug der Reingewinn 6,3 Millionen Dollar oder drei Cent pro Aktie. Laut First Call/Thomson hatten die Analysten der Wallstreet im Schnitt mit einem Gewinn von einem Cent je Anteilschein und einem Umsatz von 290 Millionen Dollar gerechnet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchte das Unternehmen noch einen Nettoverlust von 199,1 Millionen Dollar oder 1,19 Dollar je Anteil. Damals setzte Priceline noch 341,3 Millionen Dollar um.

Eine Woche nach den Terroranschlägen in New York und Washington hatte die Internet-Company ihre Umsatzerwartungen für das dritte Quartal 2001 nach unten korrigiert: Statt einem Quartalsumsatz in Höhe von 341 Millionen Dollar sollten die Einnahmen nur noch zwischen 280 und 300 Millionen Dollar betragen. Als Grund nannte das Unternehmen damals die gesunkene Nachfrage nach Reisebuchungen (Computerwoche online berichtete). Nachdem sich das Kundeninteresse jedoch schneller als erwartet erholte, revidierte Priceline im Oktober seine Prognose und ging von 300 Millionen Dollar Umsatz aus. Für das laufende Quartal rechnet die Preisagentur aus Connecticut nun mit Einnahmen zwischen 215 und 135 Millionen Dollar und einem ausgeglichenen Pro-forma-Ergebnis. Das Unternehmen warnte jedoch, aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation und der schwachen Reiseindustrie könnten die Ergebnisse um ein

bis zwei Cent in beiden Richtungen schwanken. Die Analysten prognostizieren einen Umsatz von 180 Millionen Dollar und einen Verlust von ein Cent pro Anteil.