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Post und Telekom steigen bei E-Stamp ein

23.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Post AG und die Deutsche Telekom AG steigen über ihre Tochtergesellschaften Deutsche Post International und T-Venture mit zusammen fünf Millionen Dollar beim US-Anbieter E-Stamp ein. Der hat ein System entwickelt, mit dem Internet-Surfer Postwertzeichen (im Volksmund auch "Briefmarken" genannt) online kaufen können. Diese werden virtuell zugestellt und nehmen erst im heimischen Drucker physische Gestalt an.

Im vergangen Monat hat E-Stamp auch den offiziellen Segen des US Postal Service erhalten. Nun will sich der Hersteller mit dem neuen Kapital um Zulassungen auf internationalen Märkten bemühen. Wollte die Post die amerikanische Variante auch hierzulande etablieren, müßte sie allerdings ihre Frankiermethode komplett umstellen. In den USA ist nämlich jede Briefmarke völlig individuell - sie enthält (in einem Barcode verschlüsselt) den kompletten Weg einer Sendung vom Absender zum Empfänger. Nur deswegen macht dort auch ein Verkauf via Web Sinn, denn niemand kann von einer raubkopierten Marke profitieren.