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Plaut sieht nach weiterem Verlust Trendwende erreicht

01.04.2004

Die österreichische Plaut AG musste 2003 wieder deutlich Federn lassen. Nachdem schon im Vorjahr ein Verlust von 34 Millionen Euro angefallen war, verbuchte das Salzburger IT-Beratungshaus nun einen Nettofehlbetrag von 32 Millionen oder 1,61 Euro je Aktie. Grund für das schlechte Abschneiden waren vor allem hohe Restrukturierungskosten sowie Buchverluste durch den Verkauf der nordamerikanischen und osteuropäischen Aktivitäten an IDS Scheer sowie Management-Buy-outs in Italien und Spanien. Die Erlöse wurden benötigt, um die Bankverbindlichkeiten um 80 Prozent zu reduzieren und einer drohenden Insolvenz zu entgehen. Als Resultat schrumpfte aber nicht nur der Umsatz gegenüber 2002 von 216 Millionen auf rund 81 Millionen Euro, auch der Personalstand ging von 1350 auf 550 Mitarbeiter zurück.

Mit den Maßnahmen habe man jedoch zum Jahresende 2003 die Grundlage für den wirtschaftlichen Turnaround geschaffen, so das Salzburger Unternehmen. Im ersten Quartal 2004 erwirtschaftete Plaut bei zirka 16,4 Millionen Euro Umsatz einen Profit vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 500.000 Euro. Dabei erzielten laut Firmenangaben alle verbliebenen Landesgesellschaften einen positiven Beitrag. Für das Geschäftsjahr 2004 bestätigte Plaut seine Prognose, Einnahmen von 70 bis 75 Millionen Euro sowie eine Ebit-Gewinnspanne von mehr als fünf Prozent zu erreichen. (mb)