Unified Communications & Collaboration

Plantronics schließt Polycom-Übernahme ab

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit dem nun vollzogenen Kauf von Polycom für 2 Milliarden Dollar verfügt Plantronics über eines der umfangreichsten Portfolios an Kommunikations- und Kollaborationslösungen auf dem Markt.

Drei Monate nach der Bekanntgabe des Deals ist es nun soweit: Der Audio- und Videokonferenzanbieter Polycom hat bei Plantronics eine neue Heimat gefunden: Der für seine Headsets bekannte Hersteller erwirbt den Wettbewerber für etwa 2 Milliarden Dollar. Der Gesamtpreis setzt sich dabei aus etwa 1,4 Milliarden Dollar in bar und 6,3 Millionen Plantronics-Aktien zusammen. Als Resultat hält nun Triangle Private Holdings als Muttergesellschaft von Siris Capital Group und alleiniger Anteilseigner von Polycom rund 16 Prozent der Plantronics-Aktien.

Polycom ist vor allem durch seine Konferenzspinnen bekannt.
Polycom ist vor allem durch seine Konferenzspinnen bekannt.
Foto: Polycom

Die rund 2 Milliarden Dollar Kaufpreis entsprechen damit exakt der Bewertung von Siris Capital für Polycom im Juli 2016, als die Private-Equity-Firma das 1,96 Milliarden Dollar schwere Angebot vom Mitel für Polycom überboten hatte und der Deal letztendlich platzte.

"Wir freuen uns, dass Plantronics und Polycom als ein gemeinsames Unternehmen weitermachen, das den Menschen in den Mittelpunkt jeder Zusammenarbeit stellt", erklärte Joe Burton, President und CEO von Plantronics, in einer Ankündigung. Im Zuge der Übernahme biete Plantronics jetzt ein beispielloses Portfolio an integrierten, intelligenten Lösungen für Headsets, Software, Tischtelefone, Audio- und Videokonferenzen und Cloud-Services. Dieses kombinierte Angebot gebe den Menschen die erforderlichen Tools und die Flexibilität, um bei ihren Verbindungen das beste Erlebnis zu erzielen.

Plantronics geht davon aus, dass sich die Transaktion sofort positiv auf das Ergebnis (Non-GAAP) auswirkt und innerhalb der ersten 12 Monate nach Abschluss Synergieeffekte von jährlich 75 Millionen Dollar erzielt werden.