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Philips verkauft Bildschirm-Sparte nach Taiwan

17.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der taiwanische Hersteller TPV Technology Limited wird künftig für Philips die Fertigung von OEM-Monitoren und billigen LCD-TVs übernehmen. Wie der niederländische Elektronikkonzern bekannt gab, haben die beiden Unternehmen eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass TPV die Produktionsbereiche der beiden Geschäftsfelder mit insgesamt 1700 Mitarbeitern übernimmt. Philips wird sich künftig auf das Marketing und den Vertrieb der Monitore und Fernseher konzentrieren, die unter eigenem Namen angeboten werden. Flachbildfernseher für das mittlere und obere Preissegment wollen die Niederländer aber wie gehabt selbst entwickeln und fertigen. Auch den Vertrieb der kompletten Produktpalette unter der eigenen Marke und Zweitmarken geben die Niederländer nicht aus der Hand.

Die Zustimmung von Aktionären und Kartellbehörden vorausgesetzt, soll die Transaktion bis Mitte 2005 abgeschlossen sein. Anschließend hält Philips rund 30 Prozent Anteile an TPV, das entspricht einem aktuellen Marktwert von 269 Millionen Euro. Der Wert der von Philips transferierten Aktivitäten wird auf rund 1,5 Milliarden Euro geschätzt.

Nach Abschluss der Transaktion ist TVP mit einem Jahresabsatz von über 35 Millionen Geräten der weltweit größte Anbieter von PC-Monitoren. Zusammen mit den 7,7 Prozent von Philips wächst sein Marktanteil auf 26,5 Prozent. Der mit einem Anteil von 19,8 Prozent aktuelle Branchenprimus Samsung Electronics wird somit auf den zweiten Platz verwiesen. (mb)