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Philips entwickelt revolutionäres "E-Paper"

07.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" berichten Forscher des Philips-Konzerns von einem Durchbruch bei der Entwicklung eines "digitalen Papiers". Der von den Niederländern entwickelte Prototyp misst fünf Zentimeter im Quadrat und ist anders als konkurrierende Ansätze in der Lage, nicht nur Schwarz und Weiß, sondern 256 Graustufen darzustellen. Die aktiv angesteuerten 64 x 64 Transistoren bestehen aus biegsamem Plastik und sollten sich laut Philips-Research-Sprecher Koen Josse preiswert in Massen fertigen lassen. "Dies könnte prinzipiell eine günstige Lösung sein, weil sich die verwendeten Polymere aus einer Lösung erzeugen lassen. Man braucht keine teuren Vakuumkammern", so Josse gegenüber "BBC News online". Als weitere Vorteile der Entwicklung nennt er hohen Kontrast und geringen Stromverbrauch, beides Grundvoraussetzungen solcher Technik. Bei der

Weiterentwicklung gehe es nun vornehmlich darum, die Display-Größe zu steigern und das Trägermaterial flexibel zu gestalten (bislang kommt noch starres Glas zum Einsatz). Wann die Technik kommerzialisiert werden könnte, ist noch nicht bekannt. (tc)