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Philips CE muss weiter sparen

31.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Consumer-Electronics-Sparte von Philips soll neu ausgerichtet werden, um bis Ende 2005 jährlich 400 Millionen Euro Kosten einzusparen - und zwar zusätzlich zum konzernweiten "TOP"-Programmm, das bis Ende dieses Jahres eine Milliarde Euro sparen soll. Philips Consumer Electronics stehe unter enormem Wettbewerbsdruck, erklärte CEO (Chief Executive Officer) Gottfried Dutiné. Der Bereich solle sich künftig auf die drei Produktbereiche Display, Entertaiment Hubs (vernetzte Multimedia-Geräte) und Infotainment fokussieren.

Nötig sei ein Geschäftsmodell mit zwei bis 2,5 Prozent operativer Marge plus zwei Prozent Marge aus dem Lizenzgeschäft, positivem Cash Flow sowie 20- bis 25-maligem Kapital-Turnover pro Jahr, schrieb Dutiné an die Belegschaft. Dazu müsse die operative Kostenbasis wettbewerbsfähiger und die Organisation stärker markorientiert, schlanker, agiler, schneller werden und mehr Unternehmergeist bekommen. Hinter solchen Formulierungen können im Klartext eigentlich nur Entlassungen stehen; Details nannte Philips dazu allerdings nicht. Es hieß lediglich, man werde Einsparpotenziale identifizieren und über mögliche Einmaleffekte für die Restrukturierung im dritten Quartal entscheiden. (tc)