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Peoplesoft macht Oracle für Umsatz- und Gewinneinbruch verantwortlich

07.07.2004

Peoplesoft hat seine Prognosen für das abgelaufene zweite Quartal deutlich zurückgeschraubt. Wegen der negativen Auswirkungen des feindlichen Übernahmeangebots von Oracle und des laufenden Kartellverfahrens rechnet der Unternehmenssoftwareanbieter nur noch mit Einnahmen zwischen 655 Millionen und 665 Millionen Dollar, zehn bis 20 Millionen Dollar weniger als bislang prognostiziert. Die Gewinnerwartung je Aktie wurde auf drei bis fünf Cent reduziert, zuvor hatte das Unternehmen aus Pleasanton, Kalifornien, noch ein Plus von zehn bis zwölf Cent je Anteilschein in Aussicht gestellt. Sonderaufwendungen ausgeklammert, soll der Profit je Aktie 13 bis 15 Cent betragen, das ist deutlich weniger als die bisherige Schätzung von 20 bis 22 Cent. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem Pro-forma-Gewinn von 21 Cent je Anteil gerechnet.

Insbesondere im Schlussmonat Juni habe der Kartellprozess mit Oracle die Geschäfte extrem belastet, erklärte Peoplesoft-CEO Craig Conway in einer Stellungnahme. Im laufenden Monat könne es sogar noch stärkere Auswirkungen geben. Das Unternehmen sei jedoch zuversichtlich, schon bald zum normalen Geschäftsbetrieb zurückfinden und die entstandenen Schäden beheben zu können, so Conway. Die in dem Verfahren vorgelegten Beweise würden deutlich machen, dass Oracle gezielt versuche, Peoplesoft zu schädigen und den Geschäftsbetrieb zu stören. Die endgültigen Zahlen für das zweiten Quartal will das Unternehmen am 27. Juli präsentieren. (mb)