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Palm will Europa und das Enterprise erobern

23.06.2000
Exklusiv-Interview mit CEO Carl Yankowski

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit Carl Yankowski, seit Anfang dieses Jahres Chief Executive Officer (CEO) des PDA-Weltmarktführers Palm Inc., sprach CW-Redakteur Thomas Cloer.

CW: Im Laufe Ihrer Karriere haben Sie bereits für Polaroid, Sony und zuletzt Reebok gearbeitet. Was hat Sie an dem Job bei Palm gereizt?

YANKOWSKI: Ich habe schon immer gern neue Geschäfte in Wachstumsmärkten hochgezogen. Palm ist ein explosives Unternehmen; zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir stehen am Beginn des drahtlosen Datenzugriffs. Außerdem hat Palm auch als Global Player gute Karten, und ich bin wohl einer von nicht allzu vielen US-Managern, die schon ein paar Jahre in Europa und Asien gelebt und gearbeitet haben. Außerdem verstehe ich ein bisschen was von Technik und Marketing - eigentlich war Palm für mich die logische Wahl.

CW: Der Börsengang von Palm war nicht der Riesenerfolg, den manche erwartet haben. Die Aktie schoss zwar gleich auf über 160 Dollar, ist aber seither stetig gefallen und wird nun für rund 27 Dollar gehandelt. Wie kam es dazu?

YANKOWSKI: Zunächst einmal: Unser Börsengang war ein voller Erfolg. Wir hatten den höchsten Wertzuwachs in der Geschichte der IT-Börsengänge, und wir haben ungefähr eine Milliarde Cash gemacht - das würde ich auf jeden Fall als Erfolg verbuchen. Ich bin ziemlich stolz auf unserer gegenwärtige Marktkapitalisierung von rund 15 Milliarden Dollar.

Zugegeben, der Markt hat auch ziemlich verrückt gespielt - als ich unseren ersten Kurs an der Nasdaq sah, dachte ich: Das ist doch Wahnsinn. Seither hat unsere Aktie sich exakt so entwickelt wie der Nasdaq-Index. Außerdem haben wir bis zum 27. Juli immer noch den 3Com-Überhang von rund 500 Millionen Anteilscheinen, der unseren Kurs drückt.

Ich denke aber, dass die Palm-Aktie sich für mittel- und langfristige Investitionen empfiehlt. Wir haben sieben Millionen Anwender, wir verdienen Geld, und wir gewinnen ständig neue Lizenznehmer.

CW: Was passiert, wenn 3Com sich Ende Juli endgültig von all seinen Palm-Aktien trennt?

YANKOWSKI: Schwer zu sagen - auch bei unserem IPO konnte niemand voraussagen, wie sich der entwickeln würde. 3Com selbst hatte schon einmal einen Bewertung von minus acht Dollar pro Aktie, und das bei einer Firma mit zwei Milliarden Dollar Cash. Der Finanzmarkt ist einfach irrational. Wenn aber jetzt 500 Millionen Palm-Aktien auf einen Schlag auf den Markt kommen, gibt es sicher einige Korrekturen. Der Kurs wird wahrscheinlich erst noch ein wenig fallen und sich dann konsolidieren - es wird eine Weile dauern, bis sich die Papiere endgültig verteilen.

CW: Kommen wir zur Konkurrenz. Microsoft hat sich mit seinem Pocket PC mächtig ins Zeug gelegt. Sehen Sie das Unternehmen deswegen als größere Gefahr für Ihr Geschäft als früher?

YANKOWSKI: Ich sehe in Microsoft die gleiche Gefahr und Chance. Und ich sehe, dass es ihnen noch immer an Verständnis für diesen Markt fehlt. Ich habe mir selbst einen HP Jornada 545 gekauft und zehn Stunden am Stück getestet. Sicher haben sie einiges verbessert, aber ich vermisse immer noch die Quintessenz einer guten Anwendererfahrung.

Ich glaube einfach nicht, dass Leute wirklich Excel-Tabellen und Word-Dateien auf ihrem Pocket PC erstellen wollen - was Microsoft ja als "Big Deal" hinstellt. Wir haben natürlich auch ein paar Aftermarket-Anwendungen, mit denen das möglich ist. Bei uns gibt es schon mehr als 400 E-Book-Titel, und Microsoft tut geradezu so, als hätten sie das Konzept des elektronischen Buchs erfunden.

CW: Die Cleartype-Technik ist aber schon ziemlich eindrucksvoll.

YANKOWSKI: Stimmt, Cleartype ist wirklich gut. Aber unserer Palm IIIc mit seiner kontrastreichen Darstellung geht in die gleiche Richtung. Und Adobe gibt uns eine Software, mir fällt der Name gerade nicht ein, um die Schriftdarstellung zu verbessern. Wir werden auch unsere monochromen Geräte in puncto Kontrast deutlich verbessern, denn das ist den Benutzern offenbar am wichtigsten. Wir werden versuchen, die Displays noch stärker in Richtung "paper-white" zu gestalten.

Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass sich Bill Gates mit dem Pocket PC aufs Unternehmensgeschäft konzentrieren wird. Außerdem positionieren sie sich gegen die "alte Palm" - sie sind sich anscheinend nicht der inzwischen 82 000 Entwickler bewusst, die weltweit für diese Plattform entwickeln. Der Palm soll alle Bedürfnisse von Endkunden bis zum Enterprise abdecken - denn Microsoft wird versuchen, den Pocket PC durch die CIO-Hintertür zu etablieren.

CW: In Europa ist auch Psion respektive Symbian ziemlich gut im Geschäft, jedenfalls besser als in den USA. Viele halten auch das Psion-System Epoc für das ausgereifteste Handheld-Betriebssystem überhaupt.

YANKOWSKI: Zunächst einmal: Wir haben in Europa und auch in England einen Marktanteil von 70 Prozent - Palm ist also der klare Favorit der Verbraucher.

CW: Das dürfte mit am Preis liegen - die hochwertigen Psion-Handhelds sind erheblich teurer als Palm-Organizer.

YANKOWSKI: Ist mir bekannt. Trotzdem: Im Handheld-Markt, wie ihn die Marktforscher definieren, ist Palm meiner Ansicht nach das überlegene Produkt. Das Palm-OS kommt bestens an, siehe Handspring und unseren neuen Infotainment-Partner Sony, und wir werden versuchen, weitere Partnerschaften zu etablieren.

Die Stärke von Epoc liegt im Mobiltelefon-Bereich. Wir entwickeln uns dort ebenfalls weiter, zumal wir gerade die nächste Generation unseres Betriebssystems definieren. Das ist auch deshalb notwendig, weil wir hardwareseitig vor einem Wandel stehen: Motorola stellt die von Palm verwendete Prozessorfamilie "Dragonball" ein - deswegen werden wir auf einen ARM-Prozessor wechseln. Für unser kommendes Betriebssystem will ich drei Dinge: Erstens Multimedia-Eigenschaften, damit wir die zunehmenden Bandbreiten nutzen können, zweitens integrierte Telefonie-Fähigkeiten, und drittens soll es weiterhin so einfach zu benutzen sein wie bisher - ich nenne das "Zen of Palm". Wir werden uns damit auch weiterhin von Epoc absetzen.

Ich habe allerdings in der vergangenen Woche dem "Wall Street Journal" erklärt, dass ich nichts gegen Gespräche mit Symbian über eine echte Kooperation einzuwenden hätte. Ich habe nur keine Lust, einfach nur ein weiterer Lizenznehmer zu werden - dazu haben wir selbst zu viel beizusteuern. Aber wir machen auf jeden Fall unser neues Betriebssystem, mit dem wir hoffentlich weiterhin Marktführer bleiben.

CW: Das Palm-OS ist doch wohl größtenteils in 68K-Assembler geschrieben, was eine Portierung nicht gerade einfach macht. Haben Sie schon eine konkrete Vorstellung, wie lange dieses Projekt dauern wird?

YANKOWSKI: Die habe ich zwar, werde sie aber nicht öffentlich verbreiten. Aber ich kümmere mich ganz persönlich um diese Sache.

CW: In diesem Zusammenhang dürfte die Abwärtskompatibilität zu der bestehenden Vielzahl von Anwendungen ein ziemlich heikles Thema werden.

YANKOWSKI: Das ist in der Tat ausgesprochen wichtig. Ich werde alles tun, was wir können, um das neue OS so kompatibel wie möglich zu machen. Unsere Entwickler sind für unser Geschäft und unsere Kunden unglaublich wichtig, und ihnen müssen wir den Umstieg so einfach wie möglich machen.

CW: Kommen wir zu Handspring. Als Palm-OS-Lizenznehmer versuchen sie sich vor allem über den Preis und den Erweiterungssteckplatz "Springboard" zu differenzieren. Hat Palm je darüber nachgedacht, diesen in Lizenz zu nehmen?

YANKOWSKI: Definitiv nein. Wir haben eine erheblich bessere Lösung, und die bringen wir im kommenden Jahr auf den Markt.

CW: Könnten Sie uns ein paar Details nennen?

YANKOWSKI: Ich darf leider noch nichts darüber verraten. Nur soviel: Unsere Lösung ist kleiner, preiswerter und leistungsfähiger.

CW: Wie sehen Sie Handspring generell - eher als Rivalen oder als Partner?

YANKOWSKI: Ich finde, die Sache ist ganz einfach, und ich erzähle das auch immer wieder unseren Vertrieblern: Hättet Ihr es etwa lieber, wenn Handspring oder Sony statt Palm-OS Pocket PC benutzen würden? Die Antwort ist einfach.

CW: Über den Abgang der Palm-Erfinder Jeff Hawkins und Donna Dubinsky wurden nie viele Interna bekannt. Können Sie uns dazu etwas sagen?

YANKOWKSI: Das war vor meiner Zeit. Ich höre nur, was Sie auch hören. Die beiden wollten wohl ihre eigene Company, und es gab kulturelle Differenzen mit 3Com. Und Eric [Benhamou, 3Com-CEO, Anm. d. Red.] war damals noch nicht bereit, sich von Palm zu trennen. Die beiden gingen, bevor er sich dazu durchringen konnten.

CW: Hätte 3Com Palm besser behalten?

YANKOWSKI: Nein. Der Netzwerkmarkt, das Kerngeschäft von 3Com, hat eine ganz andere Dynamik und einen anderen Wettbewerb als unser Business. Auch unser Investitionsbedarf ist komplett anders.

CW: Es gab bereits Meldungen, Palm werde noch in diesem Jahr die neue Funktechnik "Bluetooth" bringen. Stimmt das?

YANKOWSKI: Das stimmt, aber der Termin ist pure Spekulation. Bluetooth ist in jedem Fall eine wichtige Zukunftstechnik, vor allem wegen der Interoperabilität mit anderen Geräten. Handy-artige Devices könnten damit zum Server werden - einfach mit einer Batterie und einer Access Engine, und ein Bluetooth-Palm würde dann zu einem intelligenten Terminal. Eine weitere wichtige Möglichkeit ist die Lokalisierung von Informationen. Heute nachmittag treffe ich mich beispielsweise mit einer deutschen Startup, die auf Bluetooth-Basis Informationssysteme für Messen, Kongresse und ähnliche Veranstaltungen entwickelt.

CW: Würden Sie uns den Namen der Company verraten?

YANKOWSKI: Sorry, das bleibt vorerst Geschäftsgeheimnis. Mein alter Freund Eckhard Pfeiffer hat sie mir vorgestellt.

CW: Der "Palm VII" ist bislang das einzige Gerät mit integriertem Internet-Zugang - und den gibt es nur in den USA. Werden sie hier vergleichbare Angebote machen?

YANKOWSKI: Wir setzen für Europa ein dreistufiges Programm auf. In einem ersten Schritt bekommen alle derzeitigen Palm-Geräte Ende dieses Jahres kostenlos drahtlosen Zugriff auf Palm.net. Wir stellen dazu eine Software bereit, und für die Verbindung braucht man ein Handy. Das kann man entweder über Infrarot oder über ein Datenkabel anschließen. Das ist ein wichtiges Versuchsprogramm, denn wir haben hier ehrlich gesagt einiges nachzuholen.

Schritt zwei wird eine Reihe von Zusatzgeräten sein, die den Wireless-Zugang auch ohne Mobiltelefon ermöglichen. In einem dritten Schritt bringen wir dann integrierte Geräte heraus. Die beiden letzten Schritte werden wir im kommenden Jahr angehen.

CW: Wer stellt dann die nötige Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung?

YANKWOSKI: Für den ersten Schritt kommt jeder beliebige Mobilfunk-Carrier in Betracht. Ansonsten verhandeln wir bereits mit allen größeren Carriern, unter anderem mit Vodafone, die für uns wohl am wichtigsten sind. Wir sprechen sogar mit der Deutschen Telekom. Ron Sommer kenne ich noch aus Sony-Zeiten - vielleicht können wir mit diesen Jungs etwas ganz Besonderes auf die Beine stellen.

CW: Nun etwas ganz anderes: Sehen Sie Java als strategische Technologie für die Palm-Plattform?

YANKOWSKI: Ja, auf jeden Fall. Sie wissen sicher, dass wir bereits ein Java-Subset für das Palm-OS angekündigt haben. Das ist vor allem für vernetzte Anwendungen im Unternehmensbereich von Bedeutung. Java wird aber wohl immer nur ein Zusatz zu unserem Kernbetriebssystem sein, bei dem der Schwerpunkt auf der einfachen Bedienung liegt.

CW: Werden Sie selbst Java anbieten oder sich eher auf Drittanbieter verlassen, beispielsweise Sun oder IBM?

YANKOWSKI: Vorerst verlassen wir uns auf Partner. Wir haben hervorragende Beziehungen zu Scott McNealy und Ed Zander bei Sun, zu IBM, Lotus oder Peoplesoft - sie alle bringen uns ins Unternehmensgeschäft.

Wir werden aber selbst auch stärker in Richtung Enterprise gehen, eigene Kern-Anwendungen in diesem Bereich entwickeln und vor allem Messaging und Instant Messaging ausbauen, die sowohl für das Endkunden- als auch das Firmengeschäft von zentraler Bedeutung sind.

CW: Wo sehen sie die Unterschiede zwischen dem Geschäft in den USA und hier in Europa?

YANKOWSKI: Ich sehe keine allzu großen Unterschiede - Menschen sind Menschen. Aber ich möchte in jedem Fall Palm in Europa aggressiver positionieren und vermarkten - unter anderem deswegen bin ich heute hier. Unsere Marktdurchdringung ist in den USA deutlich höher als hier, wir haben allerhand nachzuholen.

CW: Das stimmt. Sieht man hier im Flieger oder ICE jemandem mit einem Palm in der Hand, dann ist das fast immer irgendein "Techie". In den USA ist das anders - dort könnte es jedermann sein. Wie wollen Sie denn Palm in Europa noch populärer machen?

YANKOWSKI: Zuvorderst werden wir in Europa ein lokales Management in einem Business-Kontext und nicht nur als Vertriebsniederlassung etablieren. Zum zweiten sitzt unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung für Telekommunikation in Montpellier, also in Europa. Diese Leute können uns im europäischen Markt voranbringen. In den USA sind wir sicher enger mit CDMA verbunden, aber wir müssen auch unsere GSM-Angebote auf Vordermann bringen.

CW: Sitzt in Montpellier das ehemalige Team von Smartcode Software, die Palm vor einiger Zeit übernommen hatte?

YANKOWSKI: Genau. Sehr gute Leute.

CW: Wir haben uns schon gewundert, warum Sie jetzt noch Actual Software, den Anbieter des E-Mail-Programms "Multimail Pro", akquiriert haben. "Handmail" von Smartcode war doch schon sehr gut.

YANKOWSKI: Wir werden auch dieses einsetzen. Aber dies ist einmal mehr eine Frage der Globalisierung - in unserem Heimatland USA ist Multimail einfach viel populärer.

CW: Palm-PDAs werden noch immer vorwiegend "privat" genutzt. Wie wollen Sie in die Unternehmen vordringen?

YANKOWSKI: Wir haben zum Beispiel gerade in unserem Hauptquartier ein Team gebildet, das sich vor allem um den Enterprise-Bereich kümmern soll. Dieses hat gerade erst vor zwei Wochen den "Hotsync Server" vorgestellt, mit dem unsere PDAs Zugang zu Unternehmensnetzen bekommen.

CW: Das ist doch eigentlich nur ein umgebrandetes Produkt von Aether Software, oder?

YANKOWSKI: Teilweise. Auf jeden Fall ermöglicht es über eine Ethernet-Docking-Station den Zugriff auf die Service-Seite von Unternehmen. Außerdem möchte ich künftig E-Mail mit sofortiger Benachrichtigung und Server-Synchronisierung anbieten - immer noch die wichtigste Art der Kommunikation im Unternehmensumfeld. Wir bauen dazu unsere globalen Allianzen mit Firmen wie Sun, Siebel etc. aus. Wir müssen einfach sehen, welche Anwendungen hier Sinn machen, und dann sicher stellen, dass wir den entsprechenden Anforderungen von CIOs nachkommen. Ich sehe da vor allem Möglichkeiten in den Bereichen Customer Relationship Management, Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen sowie Transport und Logistik.

Ein anderer wichtiger Bereich, der eigentlich im Enterprise angesiedelt ist, ist Aus- und Weiterbildung. Wir haben deswegen gerade Mike Lorean angeheuert, der diesen Bereich früher bei Apple gemanagt hat.

CW: Wir hatten neulich Roger Kermish, den Europachef von Handspring, im Gespräch. Er meinte, für Palm sei es derzeit wohl eine der wichtigsten Fragen, ob man sich nicht völlig aus dem Hardwaregeschäft zurückziehen und stattdessen auf das Lizenzgeschäft konzentrieren solle.

YANKOWSKI: Das steht überhaupt nicht zur Diskussion. Ich denke, er hat unrecht. Wir werden immer im Hardwaregeschäft sein, weil wir so die Systementwicklung leiten und die Umsätze steuern können. Dieser Markt wächst so schnell, dass es aus meiner Sicht keinen Sinn macht, nur Lizenzen zu vergeben. Für die Zukunft haben wir die Möglichkeit zwar immer noch, aber auf absehbare Zeit sind wir auf drei Geschäftsfeldern aktiv: Hardware, Lizenzgeschäft sowie Inhalte und Zugang dazu.

CW: Es gibt offenbar derzeit größere Lieferprobleme mit bestimmten Komponenten - vor allem Flash-Speicher und LCDs -, unter denen Palm zusammen mit der gesamten Branche leidet. Wie gehen Sie damit um?

YANKOWKSI: Für uns als Marktführer ist das vor allem ein Forecast-Problem. Wenn wir unseren Zulieferern genau sagen könnten, was wir in den kommenden Monate brauchen, dann würden wir das normalerweise auch bekommen. Der Markt ist aber leider schneller gewachsen, als selbst wir das voraussehen konnten. Ich habe unseren Leuten jetzt gesagt, dass sie ruhig das Lagerrisiko eingehen und auf ihre Prognosen noch 25, 30 Prozent aufschlagen sollen. Dank unserem Börsengang haben wir das nötige Kapital dazu.

CW: Zum Schluss eine eher persönliche Frage: Was ist Ihre Lieblingsanwendung auf dem Palm?

YANKOWSKI: Ehrlich gesagt eine auf dem Palm VII, den es leider nur in den Staaten gibt. Ich kann damit das Wetter für jeden Flughafen der USA abrufen - für mich besonders wichtig, weil ich selbst Pilot bin. Ansonsten habe ich natürlich auch ständigen Zugriff auf den Kurs unserer Aktie. Und was das Spielen angeht: Ich liebe Schiffe versenken via Infrarot...